FC St. Pauli
Bleibt Irvine Kapitän? Rapp kündigt Entscheidung an: „Dann ist das Thema vom Tisch“
Am Samstag steht Einmaliges an für Marcel Rapp, er wird sein Millerntor-Debüt als Trainer des FC St. Pauli geben. Mindestens genauso wichtig wird eine Entscheidung, die er kommende Woche treffen will.
Es ist ja nicht so, dass es komplettes Neuland für ihn wäre. „Ich war ja jetzt schon ein paar Mal hier als Gast zu Besuch, habe es schonmal erlebt und weiß, wie es abläuft“, sagte St. Paulis neuer Trainer Marcel Rapp vor seinem Debüt am Millerntor als Coach der Hausherren. „Ich kenne die Musik, die Lieder, aber es ist ja schon nochmal was anderes, ob das die eigenen Fans sind oder die gegnerischen. Ich freue mich einfach brutal drauf.“
Am Samstag geht es ab 18.30 Uhr gegen den spanischen Erstligisten Deportivo de A Coruna, nach zwei mal 45 Minuten wird es noch 30 weitere geben, so dass am Ende zwei volle Stunden Fußball geboten werden. All das mit dem CSD quasi direkt vor der Haustür.
„Da werde ich nicht viel von mitkriegen, aber ich glaube, es ist schon ein guter Rahmen, um so ein Spiel stattfinden zu lassen und es wird eine super Atmosphäre sein“, erklärte Rapp am Donnerstag nach dem Training. „Darauf freue ich mich einfach. Ich glaube, so geht es uns allen. Alle, die für St. Pauli spielen, freuen sich sich, ob sie erst kurz da sind oder länger – alle haben Vorfreude aufs Heimspiel.“
Marcel Rapp freut sich auf sein Heim-Debüt am Millerntor
Er wähnt seine Jungs weiter als vor dem Trainingslager in Flachau, „alles andere wäre ja aber auch schlimm“, schickte er hinterher. „Die Jungs wissen grundsätzlich, um was es geht. Physisch sind wir immer besser in Schuss.“
Deswegen freuen man sich auf das erste Heimspiel. „Es ist ja schon ein bisschen was Besonderes, mal vor den eigenen Zuschauern zu spielen.“ Trotzdem sei es eben auch nicht mehr als der Anfang einer langen Saison. „Aber natürlich will man bestmöglich vorbereitet sein.“
Dazu gehört auch eine möglichst stabile interne Hierarchie. Dass es Bewegung diesbezüglich geben würde, war nach den Abgängen von Hauke Wahl, Nikola Vasilj und Karol Mets selbsterklärend. In Marcus Mathisen und vor allem Branimir Hrgota hat der Kiezklub viel Erfahrung ans Millerntor gelotst, zudem sind Akteure, die schon länger dabei sind, in tragende Rollen geschlüpft. Aber für wen reicht es, um die Binde zu tragen? Bleibt es bei Jackson Irvine? Oder gibt es einen Rollentausch?
St. Pauli will „das große Thema vom Tisch“ haben
Eine knifflige Entscheidung für den Coach, der diese bisher noch hinten angestellt hat, nun aber nicht mehr warten möchte. „Jackson Irvine war Kapitän, der ist jetzt drei Tage da“, sagte Rapp. Daher sei klar, dass er den australischen WM-Teilnehmer nicht in der Intensität habe kennenlernen können wie den Rest, den er seit vier Wochen unter seinen Fittichen hat. „Trotzdem werde ich einen Kapitän bestimmen. Das werde ich Anfang nächster Woche machen, und dann ist das große Thema auf dem Tisch.“
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