Ricky-Jade Jones verletzt sich in Leverkusen

Der Schmerz war Ricky-Jade Jones in Leverkusen anzusehen. St. Paulis Angreifer fällt jetzt lange aus. Foto: imago/Nordphoto

Bittere Diagnose: Saison-Aus für St. Pauli-Stürmer!

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Die Situation als solche sah für sich genommen gar nicht einmal so fürchterlich dramatisch aus. Bei einem Schussversuch hatte sich Ricky-Jade Jones am Dienstagabend in Leverkusen wehgetan, als er mit dem Sprunggelenk des linken Standbeins ein wenig weggeknickt war. Jetzt ist die Diagnose da – und die ist eine Katastrophe für den FC St. Pauli und den gepeinigten Angreifer.

Es lief die 78. Minute, als sich der erst zur Pause eingewechselte Engländer in der BayArena nicht mehr vom Boden erheben konnte, merklich Schmerzen hatte und schließlich wieder ausgewechselt werden musste. „Das sah nicht gut aus“, hatte Coach Alexander Blessin bereits im Anschluss an den Pokal-K.o. gemutmaßt. Der erfahrene Trainer sollte leider recht behalten.

Am Donnerstagnachmittag verkündete der Kiezklub, was die Untersuchung ergeben hatte: Jones hat sich eine Ruptur des Syndesmosebands am rechten Sprunggelenk zugezogen! Er werde am Montag in München vom Sprunggelenkspezialisten Prof. Dr. Markus Walther operiert werden, um das Gelenk nachhaltig zu stabilisieren. Jones werde „mehrere Monate nicht zur Verfügung stehen“. Die Saison dürfte für den somit gelaufen sein.

Ricky-Jade Jones fehlt St. Pauli erneut lange

Es ist enorm bitter, dass Jones der Mut um die Ohren fliegt, den Schritt nach Deutschland und auf höchstes Niveau gewagt zu haben. Als Typ war er schon nach kurzer Zeit in der Gruppe angekommen, doch als es gerade so richtig losgehen sollte, folgte im zweiten Vorbereitungsspiel des Sommers der folgenschwere Sturz auf die Schulter in Drochtersen. Jones musste bekanntlich operiert werden, fiel gefühlte Ewigkeiten aus und gab erst an Nikolaus 2025 sein Bundesliga-Debüt, das er bekanntlich mit seinem Treffer zum 1:1 in Köln krönte.

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Inzwischen hat der 23-jährige Jones acht Erstliga-Einsätze angehäuft und beim 2:3 in Dortmund sein zweites Tor erzielt. Aber es ist zu befürchten, dass für die laufende Saison weder Einsatzminuten noch Tore hinzukommen werden. Nach Andréas Hountondji (Haarriss im Sprunggelenk) ist er die zweite Offensivvariante, die dem FC St. Pauli für lange Zeit wegbrechen wird.

Blessin bewertete die Jones-Diagnose wenig überraschend als „bitter“. Der Coach: „Das wird jetzt ein längerer Ausfall, das ist klar. Es ist hart und trifft uns, weil er mit seiner Schnelligkeit Akzente gesetzt und es gut gemacht hat. Deswegen tut es richtig weg – uns, aber auch ihm. Auf diesem Weg ihm alles Gute, gute Besserung!”

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