Screenshot von der Homepage Hoffenheims

So wirbt die TSG Hoffenheim auf der eigenen Homepage für das Spiel gegen St. Pauli. Foto: / hfr

St. Pauli als völlig betrunkene Frau? Hoffenheim löscht Video nach Kritik

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Es ist oft eine Gratwanderung, wenn man in besonderem Maße originell sein will. Die TSG Hoffenheim hat sich mit der Rolle als wenig geliebter Erstligist längst abgefunden und geht gern humorvoll mit der eigenen Rolle um, auch und vor allem bei Ankündigungen von Heimspielen. Im Fall der Partie gegen den FC St. Pauli am Samstag ist die Nummer allerdings nach hinten losgegangen.

„Wir haben euer Feedback ernst genommen und das Video entfernt. Danke für die offenen Rückmeldungen – wir nehmen sie mit und lernen daraus“, stand beim Instagram-Account der Kraichgauer zu lesen. Und dort, wo zuvor noch ein Video zu finden gewesen war, war nun ein Foto von einer Eckfahne mit TSG-Emblem zu sehen. Aber was war geschehen?

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Unter dem Motto „Kies gegen Kiez“ wird die Partie vor Ort beworben, in diesem Kontext war eine alte Reeperbahn-Doku zu ebenso neuem wie zweifelhaftem Leben erweckt worden. Die Szenerie an der alten, längst abgerissenen Tankstelle vor den einst bekannten Esso-Hochhäusern zeigt ein Interview mit drei unbescholtenen jungen Damen, die die TSG repräsentieren, als eine weitere Frau ins Bild wankt mit einem Top mit der Aufschrift „Miss Sexy“ und den Worten: „So. Guten Tach, nä, ich möchte gerne mit meiner Bundeskanzlerin sprechen. Ich werde hier eingesperrt wegen 1,67 Promille!“

Betrunkene Frau mit St.-Pauli-Wappen versehen

Besagte Frau wurde von den Machern mit einem St. Pauli-Wappen versehen. Eine der drei vermeintlichen Hoffenheimerinnen nimmt ihr die Bierflasche aus der Hand, auf der „3 Punkte“ zu lesen ist. Das fanden viele Menschen, die sich den Clip gegeben haben, unterhaltsam, andere hingegen äußerten deutliche, aber auch sachliche Kritik daran, dass der FC St. Pauli auf diese Weise abgebildet wurde. „Die Darstellung von drei Touristinnen aus dem Mittelstand, die von einer vermutlich suchtkranken und verwirrten Person überrascht werden, die dann sinnbildlich den FC St. Pauli repräsentiert – das wirkt schwach“, kommentierte der Hamburger DJ Lasare.

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