Arkadiusz Pyrka im Kopfballduell mit dem Ukrainer Roman Yaremchuk

Feierte im dritten Länderspiel sein Startelf-Debüt für Polen: St. Paulis Arkadiusz Pyrka (l.) im Kopfballduell mit dem Ukrainer Roman Yaremchuk Foto: IMAGO / NurPhoto

An der Seite von Lewandowski: St. Pauli-Profi feiert spezielles Debüt

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Es war die verdiente Belohnung in einer insgesamt schwierigen Spielzeit: Arkadiusz Pyrka war in der Abstiegssaison des Kiezklubs einer der wenigen, die konstant ihre Leistung abrufen konnten. 30 Bundesliga-Startelfeinsätze bei insgesamt 31 Einsätzen sprechen in seinem ersten Jahr bei St. Pauli für sich. Trotz des Abstiegs scheinen Pyrkas gute Leistungen auch in seinem Heimatland Lust auf mehr gemacht zu haben: Nach zwei Kurzeinsätzen (insgesamt 18 Minuten Spielzeit) feierte der umtriebige Pyrka im Testspiel gegen die Ukraine (0:2) sein Startelf-Debüt. Ob Pyrka dem Kiezklub indes auch in der 2. Liga erhalten bleiben wird, ist weiterhin unklar.

Am Ende stand er gegen die Ukrainer knapp eine Stunde mit auf dem grünen Rasen – und damit mehr als dreimal so lang, wie in seinen beiden bisherigen Einsätzen für Polen, bei denen er jeweils eingewechselt wurde, zusammen. Groß auffällig war Pyrkas Startelf-Debüt in der polnischen Mannschaft rund um Altstar Robert Lewandowski nicht. Aber das Spektakel ist ja ohnehin nicht seine Art.

Testspiel-Niederlage für Polen gegen die Ukraine

Pyrka marschierte seine rechte Seite gewohnt hoch und runter, hatte einige gute Ballgewinne, blieb offensiv aber blass. Grundsolide. Wenngleich man sagen muss, dass er beim zweiten Gegentor durch den Ex-Dortmunder Andrey Yarmolenko, das über seine rechte Seite fiel, etwas zu passiv agierte (44.). Den Führungstreffer hatte Roman Yaremchuk zuvor mit einem feinen Abschluss aus der Distanz erzielt (34.). Nach 59 Minuten endete das Debüt des aus Radom stammenden Kiezkickers. Am Endresultat änderte sich indes nichts mehr. Polen verlor ein wenig spektakuläres Testspiel gegen die ebenfalls nicht für die WM qualifizierten Ukrainer zu Hause mit 0:2.


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Zwar wird Pyrka das Ergebnis sicher nicht komplett egal sein, seine erste Startelfnominierung für das Heimatland wird der Pole aber ganz sicher niemals vergessen und ein Stück weit zelebriert haben. Ohnehin war seine erste Saison bei Braun-Weiß eine für ihn ganz persönlich denkwürdige.

Pyrka reifte bei St. Pauli zum Stamm- und Nationalspieler

Mit seiner sehr physischen und nimmermüden Spielweise war der robuste Rechtsfuß, der für St. Pauli mehrfach auch auf der linken Schiene spielte, ein wichtiger Stabilisator in einem nicht immer ausgeglichenen Team. Dass seine guten Leistungen im Klub nun auch im Nationaldress mit dem ersten Einsatz von Beginn an honoriert worden sind, darf einen für den 23-Jährigen nur freuen. Erst im Oktober 2025 hatte er sein erstes Länderspiel für Polen absolviert, als er gegen Neuseeland in der 73. Minute eingewechselt worden war.

Ob man sich über Pyrka hingegen auch nächste Saison am Millerntor wird freuen können, scheint bis dato ungewiss. Seine guten und überwiegend erstligareifen Leistungen dürften nicht nur in seiner Heimat registriert worden sein, sondern sicher auch anderswo.

Die Hoffnung ist groß bei St. Pauli, dass Pyrka bleibt

Das vermeintlich Gute an der Geschichte: Mit einem Marktwert von mittlerweile 3,5 Millionen Euro (ein Plus von 1,5 Millionen Euro seit seinem Wechsel im vergangenen Sommer) würde ein möglicher Abgang immerhin nicht wenig Geld in die Kassen der Hamburger spülen. Pyrka war 2025 ablösefrei von Piast Gliwice aus Polen ans Millerntor gekommen.

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Der Wunsch ist jedoch, dass der quirlige Pyrka am Kiez bleibt, um dort eine wichtige Säule bei der Mission Wiederaufstieg zu werden. Die nächste Chance, zu zeigen, dass er zu einem Außenverteidiger internationaler Klasse reifen kann, hat er schon am Mittwoch. Dann wieder im weißen Trikot mit der roten Hose, wenn es in Warschau bei einem weiteren Testspiel mit Polen gegen Nigeria gehen wird.

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