„Alles in der eigenen Hand“: „Schnecke“ Kalla über St. Paulis anderen Klassenkampf

St. Pauli-Frauen-Trainer Jan-Philipp Kalla und Co-Trainerin Kim Koschmieder
Kim Koschmieder und Jan-Philipp Kalla haben den Klassenerhalt fest im Visier.

Abstiegskampf total beim FC St. Pauli: Neben den Profis und der U23 bei den Männern ist die Lage auch beim ersten Frauen-Team des Kiezklubs bedrohlich. Ganz vergleichbar sind die Situationen jedoch nicht, denn die Kiezkickerinnen haben einen entscheidenden Vorteil.

Eigentlich waren die Ziele ganz andere. Vor der Saison hatten sich die St. Pauli-Frauen vorgenommen, in der oberen Tabellenhälfte mitzuspielen. 17 Spiele und viele unglückliche Punktverluste später ist die Realität jedoch eine andere: Es geht nur um den Klassenerhalt.

St. Pauli-Frauen in der Regionalliga noch über dem Strich

Doch die Chancen stehen gut, dass am Ende der Ligaverbleib gefeiert werden darf. Denn anders als die Männer-Profis (Relegationsplatz) oder die U23 (Abstiegsplatz) stehen die Frauen über dem Strich und sind nicht auf Schützenhilfe angewiesen. „Je weiter oben wir jetzt sind, desto weniger Plätze müssen wir am Ende hochklettern, um über dem Strich zu sein“, rechnet Jan-Philipp Kalla, der das Team gemeinsam mit Lebensgefährtin Kim Koschmieder anleitet, gegenüber der MOPO vor und bringt den großen Vorteil seines Teams auf den Punkt: „Wir haben alles in der eigenen Hand.“

Rachel Rinast bei einem Spiel der FC St. Pauli Frauen
Rachel Rinast und die St. Pauli-Frauen haben eine gute Ausgangslage im Kampf gegen den Abstieg.

Komfortabel ist der Vorsprung aber noch lange nicht. Im wahrscheinlichen Fall, dass der VfL Wolfsburg II aus der Zweiten Liga absteigt, käme ein dritter Regionalliga-Absteiger hinzu. Von diesem Szenario trennt St. Pauli, das noch ein Spiel in der Hinterhand hat, derzeit nur das bessere Torverhältnis.

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Aktuell betroffen wäre der SC Victoria, St. Paulis kommender Gegner (Sonntag, 13.30 Uhr). Für die Kiezkickerinnen wird es das erste von gleich mehreren „Endspielen“, so Kalla, denn auch in den Wochen darauf warten fast ausschließlich Gegnerinnen aus der tabellarischen Nachbarschaft: „Jedes Spiel, das man dort gewinnt, kann ein Befreiungsschlag sein.“ Ein Sieg gegen „Vicky“ fiele zweifelsohne in diese Kategorie.