Termine, TV, mögliche Gegner: Alles über die Bundesliga-Relegation 2026
Zwei Spieltage vor dem Ende der Saison deutet sehr vieles darauf hin, dass entweder der FC St. Pauli oder der VfL Wolfsburg die Relegation zur 2. Bundesliga bestreiten werden. Beide stehen mit derzeit 26 Punkten auf dem 16. (Wolfsburg) und 17. Platz (St. Pauli) in der Tabelle, nur drei Tore trennen die beiden Teams. Wie aber läuft die Relegation in diesem Jahr ab? Wann findet sie statt? Wo können Fans die Spiele im TV sehen? Und wer ist der mögliche Gegner aus der 2. Liga? Die MOPO beantwortet die wichtigsten Fragen zur Relegation 2026.
Zusammenfassung:
- Relegation 2026: Hinspiel am 21. Mai, Rückspiel am 25. Mai.
- Es gilt der K.o.-Modus im „Europapokalsystem“.
- Alle Relegationsspiele live im Free-TV auf SAT.1, Sky und Streaming.
Wer spielt überhaupt in der Relegation?
Seit 2009 gibt es in der Bundesliga wieder eine Relegation. Das bedeutet, dass nicht mehr – wie bislang – die schlechtesten drei Mannschaften aus der Bundesliga automatisch absteigen und die besten drei Teams der 2. Liga aufsteigen. Stattdessen spielen der Tabellen-16. der Bundesliga und der Tabellendritte der 2. Liga in einer Relegation den letzten Startplatz für die kommende Erstliga-Saison aus. Gespielt wird mit Hin- und Rückspiel. Der Gewinner verbleibt in der Bundesliga oder steigt auf, der Verlierer gehört in der nächsten Saison der 2. Liga an. Auch zwischen dem 16. der 2. Bundesliga und dem Dritten der 3. Liga wird analog eine Relegation ausgetragen.
Wann findet die Relegation 2026 statt?
Die Termine stehen laut Rahmenterminkalender bereits seit Beginn der Saison fest. Das Hinspiel der Bundesliga-Relegation findet am Donnerstag (21. Mai) statt, das Rückspiel wird am Montag darauf (25. Mai) ausgetragen. Eine zeitgenaue Ansetzung gibt es noch nicht, in der Vergangenheit fanden die Spiele jedoch stets um 20.30 Uhr statt.
| Hinspiel | Donnerstag, 21. Mai 2026 | Bundesliga – 2. Bundesliga |
| Rückspiel | Montag, 25. Mai 2026 | 2. Bundesliga – Bundesliga |
Wie läuft der Modus der Relegation ab?
Es gilt der K.o.-Modus im sogenannten „Europapokalsystem“, also mit Hin- und Rückspiel. Die Mannschaft, die weniger spielfreie Tage vor dem Hinspiel hatte, bekommt das Heimrecht im Rückspiel. Da die Bundesliga am Samstag und die 2. Liga am Sonntag endet, spielt der Zweitligist also im Rückspiel zu Hause und das Hinspiel findet beim Erstligisten statt. Für St. Pauli würde das demnach bedeuten, dass man zunächst ein Heimspiel und dann ein Auswärtsspiel hätte. Die abgeschaffte Auswärtstorregel gibt es auch in der Relegation nicht mehr – bei Unentschieden nach Hin- und Rückspiel folgt im Rückspiel direkt eine Verlängerung und gegebenenfalls auch ein Elfmeterschießen.

Wer überträgt die Relegation live im TV?
Es gibt gute Nachrichten für Fußballfans: Alle Relegationsspiele laufen live im Free-TV! In der aktuellen Rechteperiode hat sich SAT.1 die Übertragung der Relegation gesichert. Der Privatsender zeigt Hin- und Rückspiel live im TV sowie im Stream bei ran.de und bei Joyn. Darüber hinaus sind die Partien auch wie gewohnt im Pay-TV bei Sky und im Livestream bei Sky Go und bei WOW zu sehen. Gleiches gilt für die Relegation zwischen 2. und 3. Liga.
Wer würde aus der 2. Liga gegen St. Pauli antreten?
Genau wie in der Bundesliga ist auch in der 2. Liga noch nichts entschieden. Der FC Schalke 04 steht zwei Spieltage vor Ende der Saison bereits als Meister und Aufsteiger fest, doch dahinter gibt es noch einen Dreikampf um Platz zwei. Im Rennen sind die SV Elversberg (59 Punkte), Hannover 96 und der SC Paderborn (beide 58). Schon jetzt ist klar: Von diesen drei Mannschaften wird eine direkt aufsteigen, eine in die Relegation gehen und eine in der 2. Liga verbleiben. Elversberg scheiterte in der Vor-Saison bereits in der Relegation am 1. FC Heidenheim.
| Mannschaft | Sp. | S | U | N | Tore | Diff. | Pkt. | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2 | SV Elversberg | 32 | 17 | 8 | 7 | 60:36 | +24 | 59 |
| 3 | Hannover 96 | 32 | 16 | 10 | 6 | 56:40 | +16 | 58 |
| 4 | SC Paderborn | 32 | 17 | 7 | 8 | 55:43 | +12 | 58 |
Gibt es Besonderheiten wie den VAR oder Videobeweis?
Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) interpretiert die Relegation als ganz normale Fortsetzung der Saison. Es ändert sich im Vergleich zu den 34 Spieltagen zuvor also nichts, sondern lässt sich wie eine Art 35. und 36. Spieltag bewerten. Demnach kommt – wie in der regulären Saison der 1. und 2. Liga – auch in der Relegation ganz normal der Video-Assistent (VAR) zum Einsatz. Es gibt sowohl den Videobeweis als auch die Torlinientechnik. Auch die Gelben Karten und Sperren aus der regulären Saison werden mitgenommen. Sieht also ein Spieler am 34. Spieltag die Rote Karte oder seine fünfte oder zehnte Gelbe Karte, fehlt er im Relegations-Hinspiel gesperrt. Das gilt auch, wenn er sich eine Sperre im Hinspiel abholt. Gelbe Karten werden nicht gelöscht.

Wie liefen die Spiele in der Vergangenheit?
Meist hat sich in der Vergangenheit das Team aus der Bundesliga durchgesetzt. 14 der bisher 17 modernen Relegationen gewann der Erstligist – und nur dreimal der Zweitligist. Rekord-Teilnehmer an der Relegation ist der St. Pauli-Stadtrivale HSV, der gleich viermal (2014, 2015, 2022, 2023) die Aufstiegsspiele bestritten hat. Auch der 1. FC Nürnberg (dreimal) sowie der VfL Wolfsburg, Holstein Kiel, Hertha BSC, der VfB Stuttgart, der VfL Bochum, Fortuna Düsseldorf und der 1. FC Heidenheim (alle zweimal) nahmen bereits mehrere Male teil. Mannschaften mit einem * setzten sich dank der Auswärtstorregel durch.
| Jahr | Bundesliga | 2. Liga | Ergebnis | Hinspiel | Rückspiel |
|---|---|---|---|---|---|
| 2009 | Energie Cottbus | 1. FC Nürnberg | 0:5 | 0:3 | 0:2 |
| 2010 | 1. FC Nürnberg | FC Augsburg | 3:0 | 1:0 | 2:0 |
| 2011 | Borussia M’gladbach | VfL Bochum | 2:1 | 1:0 | 1:1 |
| 2012 | Hertha BSC | Fortuna Düsseldorf | 3:4 | 1:2 | 2:2 |
| 2013 | TSG Hoffenheim | 1. FC Kaiserslautern | 5:2 | 3:1 | 2:1 |
| 2014 | HSV | SpVgg Greuther Fürth | 1:1* | 0:0 | 1:1 |
| 2015 | HSV | Karlsruher SC | 3:2 n.V. | 1:1 | 2:1 |
| 2016 | Eintracht Frankfurt | 1. FC Nürnberg | 2:1 | 1:1 | 1:0 |
| 2017 | VfL Wolfsburg | Eintracht Braunschweig | 2:0 | 1:0 | 1:0 |
| 2018 | VfL Wolfsburg | Holstein Kiel | 4:1 | 3:1 | 1:0 |
| 2019 | VfB Stuttgart | 1. FC Union Berlin | 2:2* | 2:2 | 0:0 |
| 2020 | Werder Bremen | 1. FC Heidenheim | 2:2* | 0:0 | 2:2 |
| 2021 | 1. FC Köln | Holstein Kiel | 5:2 | 0:1 | 5:1 |
| 2022 | Hertha BSC | HSV | 2:1 | 0:1 | 2:0 |
| 2023 | VfB Stuttgart | HSV | 6:1 | 3:0 | 3:1 |
| 2024 | VfL Bochum | Fortuna Düsseldorf | 3:3 n.V. (6:5 i.E.) | 0:3 | 3:0 |
| 2025 | 1. FC Heidenheim | SV Elversberg | 4:3 | 2:2 | 2:1 |
Gab es früher schon mal eine Relegation?
Auch vor 2009 hat es schon einmal eine Bundesliga-Relegation gegeben. Zwischen 1982 und 1991 existierten die Spiele ebenfalls bereits – und schon damals setzte sich häufiger die Bundesliga (sieben) als die 2. Liga (drei) durch. Der FC St. Pauli spielte die Relegation zu dieser Zeit zweimal, verlor jedoch beide sehr emotionalen Duelle. Damals gab es noch keine Verlängerung oder Elfmeterschießen, sondern ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz.

| Jahr | Bundesliga | 2. Liga | Ergebnis | Hinspiel | Rückspiel | 3. Spiel |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1982 | Bayer 04 Leverkusen | Kickers Offenbach | 3:1 | 1:0 | 2:1 | – |
| 1983 | FC Schalke 04 | Bayer 05 Uerdingen | 2:4 | 1:3 | 1:1 | – |
| 1984 | Eintracht Frankfurt | MSV Duisburg | 6:1 | 5:0 | 1:1 | – |
| 1985 | Arminia Bielefeld | 1. FC Saarbrücken | 1:3 | 0:2 | 1:1 | – |
| 1986 | Borussia Dortmund | SC Fortuna Köln | 3:3 | 0:2 | 3:1 | 8:0 |
| 1987 | FC 08 Homburg | FC St. Pauli | 4:3 | 3:1 | 1:2 | – |
| 1988 | SV Waldhof Mannheim | SV Darmstadt 98 | 4:4 | 2:3 | 2:1 | 0:0 n.V. (5:4 i.E.) |
| 1989 | Eintracht Frankfurt | 1. FC Saarbrücken | 3:2 | 2:0 | 1:2 | – |
| 1990 | VfL Bochum | 1. FC Saarbrücken | 2:1 | 1:0 | 1:1 | – |
| 1991 | FC St. Pauli | Stuttgarter Kickers | 2:2 | 1:1 | 1:1 | 1:3 |
Wird die Relegation in Zukunft abgeschafft?
Obwohl es immer wieder viel Kritik an der Relegation gibt, ist eine Abschaffung derzeit nicht in Sicht. Die DFL wirbt insbesondere mit der großen Spannung und dem K.o.-Charakter nach dem Ende einer Saison. Außerdem sind die TV-Rechte in der aktuellen Periode im Voraus bis zur Saison 2028/29 vergeben. Bis mindestens 2029 ist also nicht davon auszugehen, dass sich am Modus der Relegation etwas ändert.
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