FC St. Pauli

Aktiv, intensiv, „St. Pauli-Fußball“: Wie Marcel Rapp das Millerntor erobern will

Marcel Rapp beim Training in Flachau
Marcel Rapp ist immer mit Leib und Seele dabei, ob wie hier im Training oder beim Spiel.

Es ist schon so, dass er vorweg marschiert. Marcel Rapp lebt als neuer Trainer des FC St. Pauli seinen Schützlingen Tatendrang und Energie vor, selbiges möchte er von seiner Mannschaft auf dem Rasen sehen.

Knapp vier Wochen ist es mittlerweile her, dass er auch auf dem grünen Rasen seinen Dienst angetreten hat. Mit dem ersten Trainingstag begann für Marcel Rapp das Kapitel FC St. Pauli, und auf dem vereinseigenen YouTube-Kanal blickte der neue Coach zurück auf seine Anfangstage und nach vorne, was seine Ziele sein werden.

„Es waren sehr spannende Wochen“, erklärte der 47-Jährige. „Das ist ja immer so, wenn man viele neue Leute kennenlernt.“ Auch wenn man die meisten vielleicht vom Sehen schon kannte, „aber persönlich ist schon spannend und auch ein bisschen anstrengend, weil man ja irgendwie erstmal wissen muss, wer ist wer, wer macht was.“

Und deswegen, so Rapp, sei es  „anstrengend, aber trotzdem cool“ gewesen. „Weil ich sehr herzlich willkommen worden bin von allen. Ich war auch mal an der Geschäftsstelle, wo man jetzt auch nicht so oft hinkommt, und hab da mal Hallo gesagt. Alle waren sehr herzlich zu mir.“

Marcel Rapp und die anstrengenden ersten St. Pauli-Wochen

Auch im sportlichen Umfeld ist der ehemalige Kieler, dessen Familie weiterhin nahe an der Förde lebt, längst angekommen. „Mit dem Staff sind wir schon gut zusammengewachsen“, urteilte Rapp. „Wenn die Arbeit losgeht, merkt man schon, dass alle sehr professionell sind und schnell handeln können.“ Beschreibungen, die man durchaus auch auf seine Schützlinge anwenden darf.

Man wolle „aktiv und intensiv“ kicken, auch wenn das natürlich jeder Trainer sage: „Wir wollen St. Pauli-Fußball spielen. Die Leute sollen ins Stadion gehen und sich damit identifizieren.“ Die Initiative müsse dabei von der Mannschaft ausgehen. „Wir wissen, dass wir eine gute Unterstützung haben, aber wir müssen so spielen, dass die Leute auch stolz auf uns sein können. Am besten gewinnt man noch“, ergänzte er lachend.

Wie Marcel Rapp sich St. Pauli-Fußball vorstellt

Aber vor allem gehe es um Identifikation, darum, mit Stolz ins Stadion zu gehen, „auch wieder heim zu gehen und zu sagen, ja, genau, das ist unser Fußball, den wir sehen wollen“.  Und das bedeutet im Detail? „Bälle gewinnen im Zweikampf, schnell spielen, viele Torchancen rausspielen, auch mutig spielen, vielleicht auch mal den ein oder anderen Fehler machen“, erklärte Rapp. „Ich glaube, so stelle ich mir St. Pauli-Fußball vor. Ich glaube, so wünschen sich die Fans das auch.“

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