St. Pauli-Trainer Alexander Blessin engagiert am Seitenrand

Der Abstiegskampf geht nicht spurlos an St. Pauli-Trainer Alexander Blessin vorbei. Foto: WITTERS

„Aggressiver im Tonfall“: Blessin, seine Frau und St. Paulis heiße Phase

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Mit dem Ende der letzte Länderspielpause der Saison beginnt der lange Endspurt der Saison und für den FC St. Pauli die heiße Phase im Klassenkampf. Sieben Spiele stehen noch auf dem Programm, 21 Punkte sind im Topf, um abermals den Verbleib in der Bundesliga zu schaffen. Ein Kraftakt für die auf Relegationsplatz 16 liegenden Kiezkicker. Der Trainer versprüht Zuversicht. Dass die Anspannung und Druck steigen, ist aber auch im Hause Blessin spürbar, wie er verrät.

Das Motto für den Schlussspurt formuliert der Coach gewohnt kernig. „Arschbacken zusammenkneifen und durch“, sagt Alexander Blessin vor dem Auswärtsspiel am Ostersonntag bei Union Berlin (15.30 Uhr), bei dem er vom bekanntermaßen unangenehm zu bespielenden Gegner „kein Überraschungs-Ei“ erwartet, von seiner eigenen Mannschaft aber, voll dagegenzuhalten.

Alexander Blessin: St. Pauli hat eine „Riesen-Möglichkeit“

Nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Mönchengladbach und Freiburg („Die tut immer noch weh“) wollen die Kiezkicker mit aller Macht zurück in die vorangegangene Erfolgsspur und punkten. Es sei „Tatsache, dass es weitere sieben Endspiele sind und dass wir uns natürlich nicht mehr so viele Ausrutscher erlauben können“, weiß Blessin.


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Drei Punkte Vorsprung hat St. Pauli auf Wolfsburg und den direkten Abstiegsplatz, zwei Zähler Rückstand auf Köln und das rettende Ufer. „Wir haben es noch in unserer Hand und haben die direkten Konkurrenten fast alle noch vor uns. Deswegen haben wir da eine Riesen-Möglichkeit“, gibt sich der Trainer zuversichtlich und fordert: „Wir dürfen nicht nachlassen, sondern müssen an die Wochen, in denen wir die gute Phase hatten, anknüpfen. Das muss uns Mut geben – aber dass uns da nichts geschenkt wird, ist auch wieder klar.“

Zusammenhalt bei den Kiezkickern ein großer Faktor

Die Mannschaft stehe trotz wiederholter personeller Rückschläge und ungeachtet von Sieg oder Niederlage seit „geraumer Zeit eng zusammen“, was im Klassenkampf „ein wichtiger Punkt sei“, betont der 52-Jährige. Seine Jungs seien „gewillt, durchs Feuer zu gehen“. Die Leistungen seien in den vergangenen Wochen bis auf wenige Ausnahmen gut gewesen, und die „müssen wir jetzt noch einmal mit Ergebnissen paaren, dann bin ich sicher, dass wir unser Ziel erreichen werden“.

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Bis dahin ist es noch ein steiniger Weg, der harte Arbeit, Durchhaltevermögen und starke Nerven erfordert. Dass es jetzt in die heiße Phase geht, macht sich auch im Hause Blessin bemerkbar, wie der Trainer mit einem Schmunzeln erzählt. „Meine Frau hat gesagt, ich bin ein wenig aggressiver im Tonfall. Ich habe das an mir selbst noch nicht bemerkt, aber wenn meine Frau das sagt, dann wird es schon stimmen.“ Seine Charlotte kennt ihn eben am besten.

Blessin vor St. Pauli-Spielen „immer am Anschlag“

Um den Schlaf bringe ihn der Abstiegskampf bisher nicht, sagt der Chefcoach der Braun-Weißen, der in den Tagen der direkten Spielvorbereitung ohnehin „immer am Anschlag“ sei. „Das war vor 14 Wochen so, das war vor zehn Wochen so, das war vor drei Wochen so – und jetzt wird das Kribbeln natürlich noch etwas intensiver.“ Den Endspurt mit dem „nötigen Kribbeln anzugehen, ist einfach wichtig“, betont der gebürtige Stuttgarter und fügt mit einem breiten Grinsen an: „Den Rest muss meine Frau dann beantworten.“

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