Africa-Cup macht St. Pauli Probleme – aber Kiezklub kann hoffen
Das Problem ist nicht neu, regelmäßig wiederkehrend und nichts, was der FC St. Pauli exklusiv hätte. Auch in dieser Saison bringt die Terminierung des Africa-Cups die Personalplanungen etlicher Bundesligisten ziemlich durcheinander, zumal das Turnier deutlich früher stattfindet als sonst. Im Fall des Kiezklubs geht es explizit um eine Personalie.
Am 21. Dezember beginnt die kontinentale Meisterschaft – die Endrunde wird in Marokko ausgetragen – und wird bis zum 18. Januar andauern. An besagtem Tag findet das Finale statt. Es ist nicht zwingend davon auszugehen, dass Andréas Hountondji mit dem Benin so weit kommen wird. Aber komplett auszuschließen ist das auch nicht, dazu kommt der Vorlauf des Wettbewerbs mit Trainingslager, Testspielen und was so alles dazugehört.
St. Pauli muss am Tag des Eröffnungsspiels in Mainz ran
Am Tag des Eröffnungsspiels ist der FC St. Pauli auswärts in Mainz gefordert, und auch wenn Hountondji seiner Bestform aktuell deutlich hinterherläuft, spielt er wegen seines Tempos und seiner Körperlichkeit eine wichtige Rolle im Personalpuzzle. Es wäre also durchaus von Belang, ob der 23-Jährige in Mainz und natürlich auch beim Heimspiel zuvor gegen den 1. FC Heidenheim eingesetzt werden könnte.
Bisher ist es noch zu früh, sich mit eventuellen Lösungsansätzen zu beschäftigen, denn noch hat der Benin keinen Kader für den Africa-Cup benannt. Auf dem Kiez geht man allerdings fest davon aus, dass Hountondji nominiert werden wird. Sobald das feststeht, würden die Dialoge starten. Denn ab dann ist es eine Verhandlungsfrage: Ab welchem Zeitpunkt wird der Spieler angefordert? Wo setzt der Profi selbst die Prioritäten?
Kiezkicker Andréas Hountondji mit dem Benin dabei
Theoretisch gibt es die Möglichkeit, dass sich Hountondji – vor allem angesichts der aktuell prekären Lage – zu St. Pauli bekennt und noch in Mainz mitwirken kann, um dann zwei Tage später mit dem Benin gegen Demokratische Republik Kongo in die Gruppenphase des Africa-Cups zu starten. Aber natürlich hat auch der nationale Verband des Benin ein Mitspracherecht, an der Abstellungspflicht gibt es eh nichts zu rütteln.
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Unterm Strich könnte es für St. Pauli schlimmstenfalls so kommen, dass Hountondji neben den bereits erwähnten Duellen mit Heidenheim und Mainz auch die ersten Partien des neuen Jahres gegen Leipzig, in Wolfsburg und in Dortmund verpasst. Nicht betroffen von derlei Spekulationen ist übrigens Abdoulie Ceesay. Der 21-Jährige hat mit Gambia die Qualifikation für die Endrunde verpasst.
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