Eric Smith im Training gegen Adam Dzwigala

Adam Dzwigala (r.) wird in Berlin vermutlich anstelle des verletzten Eric Smith spielen. Foto: WITTERS

Abwehr-Sorgen bei St. Pauli nehmen zu: Smith-Ersatz steht schon bereit

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Kurzzeitig sah es mal so aus, als würde eine über lange Zeit unglückliche Liebe doch noch ein Happy end finden. Seit ein paar Tagen aber ist klar, dass es in diesem Leben wohl nichts mehr werden wird zwischen Eric Smith und der schwedischen Nationalmannschaft. Am Dienstag gab der FC St. Pauli das Update zur Verletzung des 29-Jährigen, die ihn zur Rückkehr nach Hamburg genötigt hatte.

Demnach ist „eine strukturelle muskuläre Verletzung in der linken Wade“ diagnostiziert worden, Smith stünde „vorerst nicht zur Verfügung“. Das kommt mindestens einem Aus für die wichtige Partie am Sonntag beim 1. FC Union Berlin gleich, zumindest für das folgende St. Pauli-Heimspiel gegen die Bayern sechs Tage später dürfte es ebenfalls eng werden für den Blondschopf.

Eric Smith wird St. Pauli in Berlin fehlen

„Eric ist sehr wichtig für uns. Wir alle wissen um seine Qualitäten am Ball, wie er die Bälle liefern kann“, gestand Adam Dzwigala am Dienstag nach dem Training und ergänzte: „Aber wir werden einen anderen Plan haben und etwas anderes probieren.“ Mutmaßlich mit ihm in einer der Hauptrollen, Dzwigala ist seit jeher das Mädchen für alles beim FC St. Pauli und immer da, wenn er gebraucht wird. „Es ist im Grunde genommen die tägliche Arbeit, auf dem Trainingsplatz gebe ich 100 Prozent“, lieferte er auf Nachfrage die Begründung. „Nur auf diese Weise kann ich bereit sein für die Spiele.“

Adam Dzwigala erste St. Pauli-Alternative

Man werden sehen, wie es am Wochenende sein werde. „Wir haben einen großen Kader, daher ist für uns jeder Wechsel zu verkraften.“ Zumal der St. Paulianer andeutete, ein paar mehr Details über die Blessur des Teamkollegen zu wissen. „Es tat mir sehr leid für Eric, dass er diese Möglichkeit verpasst, sein erstes Spiel in der Nationalmannschaft in so einem wichtigen Spiel zu machen“, sagte Dzwigala. „Leider kam er mit einem kleinen Problem zurück. Aber es ist nicht sehr schlimm, er wird also bald zurück sein.“

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Was zu hoffen bleibt, gleichwohl Dzwigala einräumt, dass es manchmal auch frustrierend sei, immer nur Lückenfüller zu sein. „Klar, wenn du ein gutes Spiel machst und hoffst, dass du das nächste Spiel spielst und dann aber auf der Bank sitzt, ist das kein schönes Gefühl. Aber wir sind Profis, wir müssen damit umgehen.“

St. Paulis Dreierkette stellt sich fast von selbst auf

Fürs Osterwochenende aber kann der dienstälteste St. Pauli-Profi, der seit mehr als fünf Jahren Braun und Weiß trägt, vermutlich einen Einsatz planen. Da neben Smith auch Tomoya Ando (Adduktorenprobleme, bis jetzt nur Lauftraining) für eine Startelf-Nominierung nicht in Frage kommt, sind nur noch vier turnusmäßige Innenverteidiger verfügbar. Von denen wird aller Wahrscheinlichkeit nach David Nemeth nach seiner langen Pause die Jokerrolle einnehmen, die Dreierkette werden Hauke Wahl (Zentrum), Comeback-Routinier Karol Mets (links) und eben Adam Dzwigala (rechts) bilden.

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