Abstiegskampf: St. Pauli winkt ein inoffizieller Titel

Magnus Knudsen im Laufduell mit Oladapo Afolayan
Gegen Kiel behielten Oladapo Afolayan und Co. die Oberhand – wie so oft gegen die anderen Kellerkinder der Liga.

Es sieht verdammt gut aus seit dem vergangenen Wochenende. Der FC St. Pauli hat sich durch den eminent wichtigen 2:1-Erfolg bei Holstein Kiel und die Niederlagen der Verfolger aus Bochum (1:2 gegen den FC Augsburg) und Heidenheim (0:3 bei Eintracht Frankfurt) in eine exzellente Position im Kampf um den Klassenerhalt gebracht. Sollte es am Ende eine zweite Erstliga-Saison in Folge geben, hat das durchaus auch Gründe in den direkten Duellen mit der Konkurrenz.

Aktuell beginnt mit Union Berlin auf Platz 13 das untere Tabellendrittel. Und erstellt man eine Tabelle, die nur die direkten Duelle der letzten Sechs des Tableaus berücksichtigt, kommt der Spitzenreiter von der Elbe. Der FC St. Pauli hat entsprechend gegen die Konkurrenten am erfolgreichsten gepunktet und kann diesbezüglich bis zum Saisonende schlechtestenfalls noch auf Rang zwei zurückfallen.

St. Pauli holte 18 Punkte gegen direkte Konkurrenten

Neun der insgesamt zehn Partien gegen die direkte Konkurrenz hat Braun-Weiß bereits absolviert und dabei satte 18 der 27 möglichen Punkte gehortet. Gegen Holstein Kiel (3:1, 2:1) und die TSG Hoffenheim (2:0, 1:0) gab es jeweils die optimale Ausbeute, gegen Heidenheim (0:2, 2:0) und Union Berlin (0:1, 3:0) jeweils Sieg und Niederlage. Noch keinen Zähler sammelten die Hamburger durch die 0:1-Niederlage im Hinspiel gegen Bochum, das aber bekanntlich am letzten Spieltag am Millerntor zu Gast sein wird.

Der VfL ist tatsächlich einer von zwei Kandidaten, der in der Theorie noch am Kiezklub vorbeiziehen kann. Das liegt daran, dass Bochum bisher elf Zähler eingefahren hat durch je einen Sieg gegen St. Pauli, Heidenheim und Union sowie zwei Remis gegen Kiel. Und das ist so, weil man an den fünf noch ausstehenden Spieltagen gleich dreimal auf Teams aus der unmittelbaren tabellarischen Umgebung trifft. Vor St. Pauli heißen die Gegner unter anderem noch Heidenheim – und Union Berlin.

Union Berlin kann St. Pauli nur noch punktemäßig einholen

Die Eisernen sind Rivale Nummer zwei im Kampf um den Keller-Titel. Gesetzt den Fall, die 0:2-Wertung aus dem Hinspiel gegen Bochum behält bis zum Saisonende Bestand, stehen die Berliner bisher bei zwölf Punkten aus acht Begegnungen. Das Rückspiel in Bochum steht noch aus, zudem empfangen die Köpenicker noch den 1. FC Heidenheim. Im Optimalfall könnte Union also auf 18 Zähler kommen, hätte dann aber wohl das schlechtere Torverhältnis gegenüber dem Kiezklub.

Der 1. FC Heidenheim wiederum hat neben dem Gastspiel an der Alten Försterei noch Bochum zu Gast am 32. Spieltag. Aus den bisherigen acht Partien gegen direkte Konkurrenten holten die Mannen von der Ostalb elf Punkte, an St. Paulis 18 Zähler werden sie also nicht mehr herankommen.

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Selbiges trifft auf die beiden restlichen Vereine zu. Sowohl Holstein Kiel aus auch die TSG Hoffenheim haben alle Spiele gegen tabellarisch benachbarte Teams bereits hinter sich – mit überschaubarem Erfolg. Hoffenheim kommt auf 14 der 30 machbaren Punkte, die Störche nur auf zehn.

FC St. Pauli an der Spitze: Das ist die Keller-Tabelle*

Team Spiele Tore Punkte
1.FC St. Pauli913:618
2.TSG Hoffenheim1012:1414
3.Union Berlin89:912
4.VfL Bochum710:811
5.1. FC Heidenheim88:711
6.Holstein Kiel1012:208

* berücksichtigt sind alle Spiele, die die Teams auf den Plätzen 13 bis 18 gegeneinander absolviert haben