Szene aus „Stadt der Träumenden Bücher“

Kurz vor seinem Tod darf Buchjäger Colophonius Regenschein (Jan Thümer, l.) das Manuskript noch lesen. Foto: Thomas Aurin

Was für ein tolles Osterei! „Die Stadt der träumenden Bücher“ im Schauspielhaus

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Als Familienstück vor Weihnachten war „Die Stadt der träumenden Bücher“ ein Riesenerfolg. Nun präsentiert das Schauspielhaus den großen Bilderreigen mit einer starken Botschaft noch mal zu Ostern. Hingehen lohnt sich!

Die Story: Hildegunst von Mythenmetz (Jan-Peter Kampwirth) möchte Schriftsteller werden. Aber wie? In einer Leih-Bücherei bekommt er ein mitreißendes Manuskript ausgehändigt. Alle, die es lesen dürfen, lachen sich scheckig, heulen wie Schlosshunde und krümmen sich vor Spannung. Wenn Hildegunst doch nur den Verfasser dieses Wundertextes finden könnte …

Schauspielhaus bringt zauberhafte Bücherwelt auf die Bühne

Es verschlägt ihn in eine zauberhafte Bücherwelt, nämlich „Buchhaim“. Dort verzehren sich die Leute nach gutem Lesestoff, nach Erstausgaben und alten Schmökern. Wie sich herausstellt, ist Buchhaim aber auch ein Ort großer Gefahren und fieser Schurken. Einer davon ist Antiquar Smeik (Ute Hannig), der sich nach und nach als die größte Gefahr für Hildegunst und weitere Sympathieträger erweist – und außerdem für die Literatur, die Kunst, die Freiheit: ein Möchtegern-Tyrann der bekannten Sorte.

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Regisseur Viktor Bodo wuchtet das dicke Buch von Walter Moers mit großem Materialaufwand und jeder Menge Fantasie auf die Bühne. Je nach Szenenanforderung lassen sich die deckenhohen Bücherregale verschieben und schaffen so stets neue Raumsituationen, deren Stimmung und Tiefe effektvoll von der Beleuchtung ausgemalt werden. Eine wirklich starke Demonstration für die Kraft von Büchern und Kultur und Beleg dafür, warum Machthaber sie so gern unterdrücken.

Schauspielhaus: 3.-6.4., Fr/Sa/So 18 Uhr, Mo 16 Uhr, 10-47 Euro, Tel. 24 87 13, schauspielhaus.de

Der Plan7 vom 2. April 2026 MOPO
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