Reiter, Pferde, Emotionen! „Cavalluna“ kommt nach Hamburg
Kennen Sie Milan, das Abenteuerrössle? Ein Internet-Star. Auf Instagram kann man dem Criollo-Wallach und seiner „Gefährtin“ Sarah Hagenauer dabei zuschauen, wie sie Wälder, Berge und Seen erkunden. Sarah fährt dabei meist auf dem Fahrrad hinter oder vor dem freilaufenden Tier her, das stets hört, wenn sie „langsamer“ oder „schneller“ ruft. Sie hat das Wildpferd gebändigt und ein tiefes Vertrauen aufgebaut, das Milan alle Freiheiten lässt. Für 75.000 Follower ist das die tägliche Dosis Dopamin.
Bei „Cavalluna“, der laut Veranstalter „beliebtesten Pferdeshow Europas“, dagegen geht es um Dressur. Das Programm „Tor zur Anderswelt“ verspricht „eine Reise mit 60 Pferden, spektakulärer Reitkunst, Akrobatik, Tanz, Musik und einer berührenden Geschichte voller Abenteuer und zauberhafter Momente“. Früher hieß die Show „Apassionata“, sie gastiert jetzt an zwei Tagen mit jeweils zwei Vorführungen in der Barclays-Arena.
Pferdeshow „Cavalluna“: Tierschützer üben Kritik
Ob der Namenswechsel damit zu tun hat, dass es immer wieder Tierschützer auf den Plan ruft, wenn die Pferdeshow die Arenen bereist? Auch zu dieser Tournee bittet PETA Menschen, denen Tiere am Herzen liegen, einen Bogen um die Vorführungen zu machen – und ruft für Samstag zum Protest vor der Arena auf. „Es handelt sich nicht um Einzelfälle, sondern um ein strukturelles Problem der Showproduktion“, macht Yvonne Würz, Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsindustrie bei PETA Deutschland, deutlich. Kurz: Kein Entertainment auf Kosten von Tieren.
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Auf cavalluna.com haben die Show-Verantwortlichen eine ausführliche Stellungnahme zu den Vorwürfen veröffentlicht. Darin heißt es unter anderem: „Wir möchten unsere Pferde unbeschwert, zufrieden und ästhetisch präsentieren, und dies ist definitiv nicht möglich, wenn sie leiden, Angst haben oder gestresst sind. (…) Das Wohl der Tiere hat immer oberste Priorität! Dies ist keine Floskel, sondern ein Fakt, denn die Pferde gehören in jeder Equipe zur Familie und werden über Jahre mit viel Herzblut trainiert und ausgebildet.“
Barclays-Arena: 10.1. (14 u. 19 Uhr), 11.1. (13 u. 17.30 Uhr), Karten für 50,52-98,42 Euro

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