Eine Frau tanzt vor einer weißen Wand, auf welche ein Bild eines Mannes projiziert ist.

Choreografin Jenny Beyer zeigt in ihrer Performance einen Ausschnitt des Tanzsolos „Zurück zu Ali“ über ihren Großvater Walter „Ali“ Beyer  (23.4., Uebel & Gefährlich). Foto: JULIE NAGEL

Nie mehr schweigen! 70 Veranstaltungen zur Woche des Gedenkens

kommentar icon
arrow down

Noch vor wenigen Jahren mahnten sie persönlich regelmäßig während der „Woche des Gedenkens“: Peggy Parnass und Esther Bejarano. Beide Hamburger Stimmen sind inzwischen verstummt, doch die Stadt erinnert weiterhin alljährlich laut und eindringlich an die Opfer des Nationalsozialismus.

„Nie mehr schweigen, wenn Unrecht geschieht. Seid solidarisch! Bleibt mutig!“ Esther Bejaranos Worte bleiben im Gedächtnis. Ihr zu Ehren wird auch 2026 erneut der Förderpreis „Verantwortung – damals und heute“ verliehen, der Menschen auszeichnet, die sich für Erinnerungskultur starkmachen. Mit Tanz und Musik wird der 2021 Verstorbenen in einem Konzert gedacht: „Ein Abend für Esther Bejarano“ (23.4., 19.30 Uhr, Uebel & Gefährlich).

Erinnern, verstehen, miteinander ins Gespräch kommen

In Gedenken an Esther Bejarano († 96) wird der Preis „Verantwortung – damals und heute“ verliehen (28.4., 19.30 Uhr, Metropolis). Dmitrij Leltschuk
Esther Bejarano
In Gedenken an Esther Bejarano († 96) wird der Preis „Verantwortung – damals und heute“ verliehen (28.4., 19.30 Uhr, Metropolis).

„Auschwitz, Fußnoten“ nennt Sven Ellerbrock seine Foto-Ausstellung, in der er den riesigen Lagerkomplex jenseits der Tötungsanstalt im heutigen Polen dokumentiert – Orte, die außerhalb des Museumsgeländes liegen, wo Zehntausende Häftlinge bis zur völligen Erschöpfung in Kohleminen, Arbeitslagern oder landwirtschaftlichen Betrieben ausgebeutet wurden (bis 31.5. täglich 10-18 Uhr, Mahnmal St. Nikolai).

Das könnte Sie auch interessieren: „Wunderwelt Ozean“: Auf Tauchgang in der HafenCity

Apropos: Das diesjährige Plakatmotiv zeigt ein historisches Foto, aufgenommen 1936 auf dem Schulhof der Israelitischen Töchterschule im Karoviertel. Inzwischen Gedenkstätte, beherbergt das Haus seit 2025 eine neue Dauerausstellung: „Jüdische Kinderwelten“ können Jugendliche ab der 7. Klasse dort in kostenlosen Führungen erleben. Gezielt richten sich viele Angebote – darunter Gespräche mit Zeitzeugen, Workshops, Filme, eine besondere Hafenrundfahrt zu Orten der NS-Zwangsarbeit – mit einem Schulprogramm an junges Publikum. Mehr als 60 weitere Veranstaltungen erweitern die „Woche des Gedenkens“ 2026 auf fast drei Wochen. 

„Woche des Gedenkens“: 20.4.-8.5., div. Orte und Eintrittspreise, Programm unter: gedenken-hamburg-mitte.de

Der Plan7 vom 17. April 2026 MOPO
Der Plan7 vom 17. April 2026
Der Plan7 vom 17. April 2026

Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test