Plan7

Musical „Natürlich blond“: Da weht ein pinker Wind

Tänzerinnen und Tänzer in einer Choreografie auf einer Bühne mit pinkem und blauem Licht.
Elle hat den lahmen Haufen an der Uni gehörig aufgemischt.

„Natürlich blond“ am First-Stage-Theater ist mitreißendes Musical und kluge Komödie zugleich.

Liebeskummer als Karrierestart: Weil sie seinem Aufstieg im Weg steht, wird Elle Woods von ihrem Freund Warner (Rasmus Meyer-Loos) eiskalt abserviert. Das will die modebewusste Blondine nicht hinnehmen. Sie folgt ihrem Ex an die renommierte Harvard University. Ihr Plan, Warner zurückzuerobern, schlägt jedoch eine überraschende Richtung ein: Das vermeintlich naive Luxusgirl entdeckt seinen Ehrgeiz und findet im Jurastudium eine völlig neue Aufgabe.

Am First-Stage-Theater geht „Natürlich Blond – Das Musical“ als herrlich ironisch überzogene Abrechnung gegen Schubladendenken über die Bühne. Regisseurin Franziska Kuropka lässt zwei Welten krachend aufeinanderprallen. Gesangsstark meistert Antonia Opp als Elle den Weg vom kalifornischen Lifestyle in die dröge Welt der Paragrafen. Dabei trotzt sie Warners Arroganz und überwindet die Skepsis des strengen Prüfungskomitees um Professor Callahan (Robert Schmelcher), das ebenfalls Vorurteile gegen das Girl im pinken Outfit hegt.

Musical basiert auf Kino-Hit mit Reese Witherspoon

Frau in Pink und Mann in Goldgestik auf einer Bühne vor Zuschauern.
Elle (Antonia Opp) gerät mit Radikalfeministin Enid (Céline Hellmann) aneinander.

Nach der Kinovorlage mit Reese Witherspoon begeistert die Show als Live-Erlebnis mit Witz und tollen Choreografien. Riesenspaß hat das Publikum auch an Elles schrägen Delta-Nu-Freundinnen, die sie als „griechischer Chor“ begleiten. Und die Freundschaft zu Friseurin Paulette (Laura Rittler) gewinnt durch emotionale Songs berührende Tiefe.

Die mehr als 30 Absolventen der Stage-School Hamburg beweisen unbändige Spielfreude. Ihr Können hebt das Stück über die reine Komödie hinaus. Es transportiert die Botschaft, mithilfe treuer Unterstützer wie Elles neuem Freund Emmett (Lennard Ney) gegen Vorurteile aufbegehren zu können. Highlight!

First-Stage-Theater: bis zum 19.7., diverse Zeiten, ab 45 Euro, firststagehamburg.de

Plakat zum Plan7 mit Frau und der Aufschrift „Hamburgs schönstes Festival“.
Der Plan7 vom 3. Juli 2026

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