ein VW Golf, zerlegt in seine Einzelteile

Legendär: das Foto eines VW Golf, zerlegt in seine Einzelteile. Foto: Hans Hansen

Meister der Ordnung: Ausstellung zeigt Bilder des Hamburger Fotografen Hans Hansen

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Der Hamburger Fotograf Hans Hansen hat so einige ikonische Bilder gemacht: den zerlegten VW Golf im Auftrag von Volkswagen im Jahr 1988, seine Arbeiten für Nikon oder Daimler Benz: nur ein paar Beispiele aus einem Werk, in dessen Zentrum der Begriff der „Ordnung“ steht.

Ein schönes Beispiel dafür ist Hansens Werkgruppe „Analog“: Seit den 1990er Jahren dokumentiert er die Gerätschaften und Materialien, mit denen er arbeitet. So entstand über die Jahre ein Bildarchiv, das man jetzt in der Ausstellung mit dem schlichten Titel „Foto: Hans Hansen“ entdecken kann, die im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen ist. 220 Fotografien werden präsentiert, darunter Bilder aus Kampagnen für Lufthansa, Nikon, Volkswagen und Erco.

Fotograf Hans Hansen: Suche nach Ordnung

Hansen, 1940 in Bielefeld geboren, ist Produktfotograf mit einer ganz besonderen Haltung: Stets steckt stille Konzentration in seinen Bildern. Sie zeichnen sich durch eine klare, reduzierte Bildsprache aus, die darauf abzielt, Gegenstände in ihrer formalen und funktionalen Logik darzustellen. Diese Suche nach Ordnung zeigt sich in der Bildkomposition, in der seriellen Darstellung von Objekten und in der klaren, sachlichen Bildsprache. Und diese dient dem Ziel, die Dinge der Welt verständlich, vergleichbar und sichtbar zu machen – so wie sein bekanntestes Werk, der VW Golf in 7000 Einzelteilen.

Dieses (sehr aufgeräumte) Foto machte Hans Hansen 1973 für die Menükarte der Lufthansa. Hans Hansen
Nebeneinander sortierte Avocados
Dieses (sehr aufgeräumte) Foto machte Hans Hansen 1973 für die Menükarte der Lufthansa.

Für Vitra fotografierte Hansen über Jahre hinweg Stühle. Ein Vitra-Stuhl, ein zerlegtes Auto oder Avocados – Bilder eines Mannes, dessen Werk und Archiv bereits vor einigen Jahren als Vorlass an das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg übergeben wurde: ein seit den frühen 1960er Jahren entstehendes Œuvre, dessen Minimalismus aber noch heute fasziniert.

Ausstellung zeigt auch Ungesehenes

Hans Hansen bei der Arbeit MKG
Hans Hansen bei der Arbeit
Hans Hansen bei der Arbeit

Gerade in unserer heutigen Kultur, die von schnellen und flüchtigen Bildern geprägt ist, gewinnen Hansens ruhige, konzentrierte Fotografien neue Bedeutung, weil sie zu einer verlangsamten und bewussteren Wahrnehmung einladen. Hier, in diesen klaren, fein komponierten Bildern, hat alles noch seinen Platz.

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Die Ausstellung zeigt neben Hansens klassischen Arbeiten auch Neues und Ungesehenes, Bilder von 1956 bis in die Gegenwart, bis zur aktuellen Serie „Analog“, die man als Rückblick, aber auch als Reflexion unserer Zeit begreifen kann.

Museum für Kunst und Gewerbe: 17.4.-1.11., Di-So 10-18 Uhr, Do 10-21 Uhr, 14 Euro

Vernissage am 16.4. um 19 Uhr bei freiem Eintritt. Man sollte sich zuvor  über die Webseite anmelden: tickets.mkg-hamburg.de

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