Ein Mann mit einer weißen Maske hält eine Frau in rotem Kleid im Arm.

Absolut sehenswert: „Love Never Dies“ mit Navina Heyne und Thomas Borchert Foto: Jochen Quast

„Love Never Dies“: Diese Inszenierung ist einfach irre gut

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Fans von „Das Phantom der Oper“ aufgepasst! Noch genau dreimal wird die Fortsetzung des Erfolgsmusicals von Andrew Lloyd Webber im Theater Lüneburg aufgeführt. „Love Never Dies“ („Liebe stirbt nie“) hat sich dort in der ersten Spielzeit so großer Beliebtheit erfreut, dass es dieses Jahr in die Zugabe geht.

Der Weg lohnt sich, denn Cast und Inszenierung sind schlichtweg grandios! Als Phantom der Oper ist Thomas Borchert zu erleben, der Hamburgern noch bestens bekannt sein dürfte: Er debütierte 1990 als Rum Tum Tugger in „Cats“ im Operettenhaus, bevor er in der Titelrolle der „Buddy Holly Story“ in die Liga der ersten Musicalstars Deutschlands aufstieg. 2005 verkörperte er „Das Phantom der Oper“ in Essen.

„Love Never Dies“: Fortsetzung von „Das Phantom der Oper“

Und es kommt noch besser: Mit Navina Heyne, die in „Love Never Dies“ seine Muse Christine Daaé so fantastisch singt und spielt, ist er auch im echten Leben liiert; seit 2018 sind die beiden verheiratet, was dem Ganzen noch zusätzlich Spannung gibt. Der zweite Teil der Phantom-Saga ist dunkler, die Kompositionen von Webber sind durchweg wunderbar und für Phantom-Kenner auch raffiniert gespickt mit Soundfragmenten aus dem ersten Teil (in Lüneburg unter der musikalischen Glanz-Leitung von Peter Foggitt). Und natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit Raoul, Madame Giry und Meg Giry, die sich im Sequel von ihrer irren Seite zeigen.

Cast und Inszenierung sind schlichtweg grandios! Jochen Quast
Theaterensemble auf der Bühne
Cast und Inszenierung sind schlichtweg grandios!

Ein bisschen Bridgerton, ein bisschen Zirkus

Das Bühnenbild ist spartanischer als in der „Liebe stirbt nie“-Aufführung im Operettenhaus in Hamburg. Die Kostüme – ein bisschen Bridgerton, ein bisschen Zirkus, wie es sich für ein Musical mit Setting in Coney Island gehört – sind herrlich flamboyant.

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Das Stück gehört wohl zu Webbers unterschätzten Werken, deswegen gibt es nicht oft die Chance, es live zu erleben. In Lüneburg sind auch deshalb bei jeder Vorführung viele Wiederholungstäter dabei.

Theater Lüneburg: 26.4. (18 Uhr), 16.5. (20 Uhr), 30.5. (20 Uhr), ab 30,50 Euro, An den Reeperbahnen 3, Infos und Tickets unter www.theater-lueneburg.de/love-never-dies

Der Plan7 vom 24. April 2026 MOPO
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