Kriegerin und Superheldin: Sängerin Emel tritt in Hamburg auf
Vorsicht vor Schubladen: Emel ist erklärte Feministin – und trägt reichlich Make-up, lackierte Fingernägel und fantasievolle weibliche Kleidung. Über sich sagt sie: „Ich bin eine Kriegerin, eine Hexe, eine Superheldin“.
Zur Heldin wurde die in Tunesien geborene Singer-Songwriterin Emel Mathlouthi 2012: Der Titel ihres Albums „Kelmti Horra“ avancierte zum Soundtrack der Revolution in ihrem Heimatland und des Arabischen Frühlings; er bedeutet „Mein Wort ist frei“! Da lebte die Rebellin schon seit Jahren in Frankreich, denn in ihrer Heimat war ihre Musik verboten.
Neues Album wurde ausschließlich von Frauen produziert
Doch nichts konnte sie daran hindern, ihre Stimme zu erheben: gegen die Unterdrückung von Frauen in der muslimischen Welt, in der sie aufwuchs. Um viele Ohren zu erreichen, singt sie auf Arabisch, Englisch und Französisch. Auf dem neuen Album wird sie deutlicher denn je. Es heißt „MRA“ – Frau, und wurde ausschließlich von Frauen produziert.
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Schon der Opener gibt die Richtung vor: „Massive Will“ zeugt von der Entschlossenheit zur gesellschaftlichen Veränderung. Und im Song „Mazel“ erzählt Emel von der Vergewaltigung einer Transfrau in einem tunesischen Dorf. Übrigens: Männer dürfen ihr sensationelles Konzert samt Licht- und Videoshow auch gern besuchen.
Kampnagel: 3.12., 20.30 Uhr, Karten für 37 Euro, Tel. 27 09 49 49

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