Ein Schauspieler boxt auf der Bühne.

„Kaputt, Lieben“ erzählt von dem eigenen Weg zur „Chosen Family“. Foto: Isabel Machado Rios

„Kaputt, Lieben“: Ein Stück über die Familie, die man wählt

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Widerstand zeigt sich in vielen Formen. Wenn die Strukturen der Welt so gebaut sind, dass manche Menschen nicht hineinpassen können, wollen oder dürfen, dann müssen sich diese zusammenschließen, Banden bilden, ihre Familien kreieren.

Von dem eigenen Weg zu einer „Chosen Family“ erzählt Performer:in Cy Linke in dem Solo-Stück „Kaputt, Lieben“. Damit wird auch die neue Mini-Spielstätte „Box“ eröffnet, die sich mit bis zu 100 Sitzplätzen hinter einer Schiebewand im Foyer der Gaußstraße befindet.

Sehr persönliches Stück am Thalia Gaußstraße

Linke berichtet vom Aufwachsen im Ruhrpott, dem Studium der Theaterregie in Hamburg, von Gewalt in Beziehung und auf der Straße (beim G20-Gipfel). An der Videowand kommen die Mitglieder der Wahlfamilie zu Wort: trans* Personen und Frauen, die Linke unterstützen, auffangen, lieben. Diese Selbstinszenierung lebt vor allem vom Charme Linkes und den kleinen Momenten, in denen die Bruchkanten der Biografie freigelegt werden. „Kaputt, Lieben“ ist ein sehr persönliches Stück, greift aber ins Allgemeine: Sich Gehör zu verschaffen ist eben auch ein Akt des Widerstands.

Thalia Gaußstraße/Box: 22./25.11., 5.12., 20 Uhr, 20 Euro, Tel. 32 81 44 44, thalia-theater.de

Der Plan7 vom 21. November 2025 MOPO
Der Plan7 vom 21. November 2025
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