„Kaputt, Lieben“: Ein Stück über die Familie, die man wählt
Widerstand zeigt sich in vielen Formen. Wenn die Strukturen der Welt so gebaut sind, dass manche Menschen nicht hineinpassen können, wollen oder dürfen, dann müssen sich diese zusammenschließen, Banden bilden, ihre Familien kreieren.
Von dem eigenen Weg zu einer „Chosen Family“ erzählt Performer:in Cy Linke in dem Solo-Stück „Kaputt, Lieben“. Damit wird auch die neue Mini-Spielstätte „Box“ eröffnet, die sich mit bis zu 100 Sitzplätzen hinter einer Schiebewand im Foyer der Gaußstraße befindet.
Sehr persönliches Stück am Thalia Gaußstraße
Linke berichtet vom Aufwachsen im Ruhrpott, dem Studium der Theaterregie in Hamburg, von Gewalt in Beziehung und auf der Straße (beim G20-Gipfel). An der Videowand kommen die Mitglieder der Wahlfamilie zu Wort: trans* Personen und Frauen, die Linke unterstützen, auffangen, lieben. Diese Selbstinszenierung lebt vor allem vom Charme Linkes und den kleinen Momenten, in denen die Bruchkanten der Biografie freigelegt werden. „Kaputt, Lieben“ ist ein sehr persönliches Stück, greift aber ins Allgemeine: Sich Gehör zu verschaffen ist eben auch ein Akt des Widerstands.
Thalia Gaußstraße/Box: 22./25.11., 5.12., 20 Uhr, 20 Euro, Tel. 32 81 44 44, thalia-theater.de

Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.
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