„Im weißen Rössl“: Wo Walzer auf Jazziges trifft
Österreich und Norddeutschland trennen Welten. Man lausche nur der Sprache: blumige Höflichkeitsfloskeln gegen klare Kante. Diese Gräben werden nun überwunden – mit dem Import des Singspiels „Im weißen Rössl“.
Das war schon 1930 bei seiner Uraufführung in Berlin ein riesiger Erfolg. Und dank des 30 Jahre später entstandenen, noch populäreren Films avancierten die Lieder zu hartnäckigen Ohrwürmern: „Im weißen Rössl“ am Wolfgangsee oder „Im Salzkammergut da kann man gut lustig sein“.
„Im weißen Rössl“ im Hansa-Theater
Lustig wird es in Hamburg erst recht, denn Franz Wittenbrink inszeniert den Abend als satirische Operette. Musik, Text und Libretto sind original, aber als Arrangeur wird sich der Kaiser der Liederabende („Sekretärinnen“, „Lust“) jazzige Freiheiten erlauben, Walzer und Wienerlied verfremden und möglicherweise Swing und Marsch gegeneinander ausspielen. Auch die Liebesgeschichte zwischen der Rössl-Wirtin und ihrem Kellner bleibt; jene zentrale Rolle übernimmt der Österreicher Michael Rotkopf. Neu sind Seitenhiebe auf die Tourismusbranche samt Kultur-Clash zwischen Städtern und Landbewohnern.
Hansa-Theatersaal: 17.3-3.5., Mi-Sa 19.30, So 18.30 Uhr, 49,90-79,90 Euro, Tel. 47 11 06 44, hansa-theater.de

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