Tänzerinnen und Tänzer eines Ballett-Ensembles

Noch keine Profis? Davon merkt man aber nichts in der „Werkstatt der Kreativität“. Foto: Silvano Ballone

Hier kommen die Tanz-Stars von morgen!

kommentar icon
arrow down

Weltberühmt ist das Hamburg Ballett, die von John Neumeier gegründete Kompagnie. Auch die dazugehörende Ballettschule hat international einen guten Ruf. Alljährlich entlässt sie ausgebildete Tänzerinnen und Tänzer in jenen Beruf, für den man leidenschaftliche Berufung braucht.

Die rund achtjährige Ausbildung zum/zur Bühnentänzer:in verlangt den angehenden Profitänzerinnen und -tänzern viel ab. Wohin aber währenddessen mit der eigenen Kreativität? An der Ballettschule des Hamburg Ballett hat man dafür eine Lösung gefunden: früh mit dem Choreografieren beginnen. Zum 16. Mal zeigen Absolvent:innen in diesem Jahr bereits eigene Werke unter professionellen Bedingungen.

Ballett-Nachwuchs zeigt sein Können

Dabei gestaltet der Bühnentanznachwuchs nicht nur die Bewegungsabläufe, sondern jede:r ist auch für Musik, die Auswahl der Kostüme sowie die Gestaltung von Licht und Bühnenbild verantwortlich. Und alle tanzen gegenseitig in den Werken der Mitstudierenden – eine Erfahrung von kaum zu überschätzendem Wert für jede tänzerische Laufbahn.

Das könnte Sie auch interessieren: Armut macht krank: Ein sehr persönliches Theaterstück an Hamburger Theater

Ideen für die eigenen Arbeiten zwischen drei und acht Minuten Dauer entstehen im Rahmen der Unterrichtsfächer Moderner Tanz und Tanzkomposition. Hier motiviert Pädagogin Stacey Denham die kreativen Neulinge zu mutigen, eigenwilligen Erstlingswerken, die sich zu bühnenreifen Stücken entwickeln.

Von Ballett bis Streetdance

Traditionell wird Individualität großgeschrieben, und so bewegen sich die kurzen Stücke stilistisch zwischen Ballett, Tanztheater, zeitgenössischem Tanz und Streetdance. Auch die Musikauswahl ist so vielfältig wie die Ideen der Kreativen: Klassiker, Ohrwürmer, Pop, Folk, Jazz und jede denkbare Geräuschkulisse begleiten die tanzgewordenen Themen, die den jungen Künstlerinnen und Künstlern unter den Nägeln brennen – politische Probleme werden ebenso aufgegriffen wie psychologische Fragestellungen oder allgemein menschliche Erfahrungen. Jedes Jahr anders, aber immer sehenswert.

Ernst-Deutsch-Theater: Programm 1: 23.-25.2. (19.30 Uhr), Programm 2: 27.2-1.3. (19.30 Uhr), Friedrich-Schütter-Platz 1, 10/16/31 Euro, Tel. 22 70 14 20, ernst-deutsch-theater.de

Der Plan7 vom 20. Februar 2026 MOPO
Der Plan7 vom 20. Februar 2026
Der Plan7 vom 20. Februar 2026

Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.

Share on facebook
Share on twitter
Share on whatsapp
test