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Fotografie als Experiment: Ausstellung widmet sich berühmtem Fotografen
Walter Schels zeigt mit der Ausstellung „Nachblüte“, wie aus vertrockneten Blumen und alten Filmen Kunst wird.
In Berlin zeigt eine große Retrospektive das Werk von Walter Schels. „16° Fische“ heißt sie und ist noch bis zum 2. September in der Galerie C/O Berlin zu sehen. Aber nicht nur da kann man sich der Fotokunst des 90-Jährigen widmen – denn inzwischen hat auch seine Wahl-Heimatstadt nachgezogen. In den Ausstellungsräumen von VisuleX in Eppendorf lockt seit ein paar Tagen die „Nachblüte“ das Publikum an: faszinierende Fotos von vertrockneten Blumen.
Walter Schels’ Fotografen-Leben war und ist ein aufregendes. 1936 in Landshut in Niederbayern geboren zog es ihn schnell in die Welt hinaus. Von 1957 bis 1965 arbeitete er als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Kanada und Genf, anschließend als freier Fotograf in New York. 1970 eröffnete er sein eigenes Studio in München und fotografierte für Magazine wie „Stern“, „Annabelle“, „Geo“, „Eltern“, das „SZ-Magazin“ und das „ZEIT Magazin“. Er wurde international bekannt mit Porträts von Tieren und Menschen, intensiven Porträts, die etwas Wesentliches zeigen, zum Kern der Seele vordringen.
Walter Schels Ausstellung: Auswahl von Schels' Pflanzenstudien
Doch der seit 1990 in Hamburg lebende Fotograf hat noch viele weitere Werkgruppen geschaffen, von denen eine nun bei VisuleX zu sehen ist. In „Nachblüte“ präsentiert die Galerie eine Auswahl von Schels’ Pflanzenstudien: verblühte Sonnenblumen, Dahlien, Disteln und mehr. Bilder, die mit abgelaufenen Filmen und Fotopapieren gemacht wurden – eine experimentelle Sicht auf die Natur.
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Manche der nun hier ausgestellten Werke sind sogar ganz ohne Kamera entstanden, sondern nur mit (längst abgelaufenen) Fotochemikalien, Licht und Pflanzenfragmenten: Fotografie als Experiment, als offene Form. Ein Bild, sagt Walter Schels, sei für ihn nie fertig. Und was das für ihn genau bedeutet, das kann man jetzt in der Ausstellung erleben, die im Rahmen der „9. Triennale der Photographie“ gezeigt wird – und die mit „Nachblüte“ einen treffenden Titel trägt.
VisuleX – Gallery For Photography: Bis 22.8., Mi-Fr 15-18 Uhr, Sa 13-18 Uhr, Loogestraße 6, Infos: visulex.net
Hinweis: In der ursprünglichen Version dieses Artikels haben wir fälschlicherweise angegeben, die Retrospektive „16° Fische“ in Berlin liefe bis zum 20. September. Wir haben das Datum korrigiert.
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