Eindrucksvolle Gruppenschau: Sieht gut aus, gibt viel zu entdecken!
Gruppenausstellungen zeitgenössischer Kunst sind manchmal, na ja, ein wenig fad. Es besteht das Risiko der Fragmentierung: Zu viele Werke auf engem Raum können wirken, als fehle eine klare Idee, als fehle eine Erzählung. Aber es geht auch anders, wie jetzt in der Affenfaust-Galerie zu sehen ist: „Conjunction“ heißt die Ausstellung, die man mit Staunen betrachten kann.
Eine eigens für die Ausstellung entwickelte monumentale Arbeit von Nico Sawatzki ist zu sehen. Mehr als neun Meter lang ist das Werk abstrakter Malerei. „Oberflächen des eigenen Erinnerns“, so beschreibt es der Künstler. Und auch Tomislav Topić macht abstrakte Kunst; er schafft großformatige Installationen, aber auch Wandbilder, bei denen es einzig um Farbe und Form geht.
Die eindrucksvolle Gruppenschau „Conjunction“ in der Affenfaust-Galerie
- Jakob Grosse Jakob Grosse-Ophoffs Skulpturen stehen oder hängen nicht nur rum, sie bewegen sich auch.

Jakob Grosse-Ophoffs Skulpturen stehen oder hängen nicht nur rum, sie bewegen sich auch. - Jirka Pfahl Jirka Pfahl geht es um um Systeme und Reihungen, sie zeigt zahlreiche Varianten einer Idee.

Jirka Pfahl geht es um um Systeme und Reihungen, sie zeigt zahlreiche Varianten einer Idee.
Die kinetischen Skulpturen von Jakob Grosse-Ophoff verbinden mechanisches Know-how mit feinsinniger Beobachtung alltäglicher menschlicher Gesten. So entsteht Humorvoll-Absurdes, manchmal Befremdliches, an der Schnittstelle von Kunst, Technik und Alltagsbeobachtung. Im Rahmen der Ausstellung haben Besucher erstmals die Möglichkeit, einige dieser mechanischen Arbeiten selbst zu aktivieren und in Bewegung zu setzen.
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Weitere Positionen der Schau sind von Winnie Seifert, Kristine Mandsberg, Max Weiss, Vigdis und Jirka Pfahl; vor allem Max Weiss überrascht: Der Schüler von Anselm Reyle verbindet Fototransfertechniken mit Öl- und Acrylmalerei. Die Grenzen zwischen digitaler Welt und realem Leben sind fließend geworden, will uns seine Kunst erzählen und stellt damit ganz dringliche Fragen der Gegenwart. „Die Ausstellung lädt dazu ein, zeitgenössische Kunst als intensives räumliches Erlebnis zu erfahren“, sagen die Macher. Wir sagen: Eine Gruppenausstellung, wie man sie sich wünscht. Schaut gut aus, gibt viel zu entdecken!
Affenfaust-Galerie: 25.4.-6.6., Mi/Do/Sa 14-18 Uhr, Paul-Roosen-Straße 43, Eintritt frei

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