Szene aus „Pinocchio“

Der Holzjunge Pinocchio verstrickt sich in immer neue Lügengeschichten. Foto: Patrick Sobottka

Ein Holzjunge, der alle verzaubert: „Pinocchio“ – Märchen für die ganze Familie

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Klein, aber oho – das ist Pinocchio. Den hölzernen Bengel, der sich in immer neue Lügengeschichten verstrickt, die seine Nase lang und länger wachsen lassen, kennt wohl jedes Kind. Am Allee-Theater ist die Geschichte nun in einer bezaubernden Inszenierung zu erleben.

Der verwitwete Schreiner Meister Geppetto (Henry Klein) ist einsam. So schnitzt er sich eine Figur aus Holz. Ach, wäre sie doch nur ein lebendiges Geschöpf! Und tatsächlich geht sein Wunsch in Erfüllung: Ein bisschen Feenstaub, und Geppettos Holzpuppe fängt an, sich zu regen und zu reden. „Pinocchios Abenteuer“ beginnt.

„Pinocchio“: Fantasievolles Familienstück mit klarer Botschaft

Gefordert ist vor allem die kluge Grille (bezaubernd: Sandra Kiefer). Nie lässt sie ihren Schützling im Stich, hilft ihm in jeder Eselei aus der Klemme und bewahrt ihn am Schluss sogar davor, sich im Schlaraffenland vollends in einen Esel zu verwandeln. Denn wie ein echtes Menschenkind zur Schule zu gehen und zu lernen, fällt dem „Holzkopf“ schwer.

Die Marionetten müssen dem zwielichtigen Zirkusdirektor gehorchen. Patrick Sobottka
Szene aus „Pinocchio“
Die Marionetten müssen dem zwielichtigen Zirkusdirektor gehorchen.

Viel lustiger findet er, Zerstreuungen nachzugeben, die ihn letztlich jedoch nur in die Irre führen. Um David Gerbaulet als Naivling Pinocchio herum: die Darstellerinnen und Darsteller des Ensembles, alle in mehreren Rollen. Als falsche Freunde etwa entpuppen sich der gerissene Fuchs (René Hirschmann) und die kriminelle Katze (putzig: Eva Langer). Ein rettender Engel scheint dagegen die Blaue Fee (Sabine Barthelmess).

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Fantasievoll und mit der klaren Botschaft, dass sich mit Mut, Fleiß und wahren Freunden jedes Ziel erreichen lässt, inszenierte Intendant Marius Adam die Geschichte nach dem Kinderbuchklassiker von Carlo Collodi als musikalisches Familienstück. Toll: das bunte Bühnenbild (Kathrin Kegler) mit beeindruckender Unterwasserwelt-Szenerie als Highlight sowie die farbenfrohen Kostüme (Marie-Theres Cramer), die Stimmung und Glanz ins Spiel bringen. Ein so sinnvolles wie kurzweiliges Theatermärchen – auch über die Weihnachtszeit hinaus.

Allee-Theater/Theater für Kinder: bis 1.2. 2026, diverse Termine, 19,90-33 Euro, Tel. 38 25 38, alleetheater.de

Der Plan7 vom 5. Dezember 2025 MOPO
Der Plan7 vom 5. Dezember 2025
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