Liebevoll präsentiertes Ausstellungsstück: ein VW Käfer Baujahr 1958

Liebevoll präsentiertes Ausstellungsstück: ein VW Käfer Baujahr 1958 Foto: hfr

Dieser Käfer steht in einem Schiff

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Außen hui, innen noch viel hui-er! Die „Cap San Diego“ liegt pittoresk im Hafen an der Überseebrücke und lässt sich geduldig fotografieren, damit die Touris zu Hause etwas Authentisch-Maritimes zum Vorzeigen haben. Wissen die eigentlich alle, was es mit dem Schiff auf sich hat? Vermutlich tun das nicht einmal alle Hamburgerinnen und Hamburger. Das ist echt schade – für sie. Denn dieses Museum lebt!

Wer den Dampfer betritt, erschnuppert das Aroma der Weltmeere: poliertes Holz, dicker Lack, Maschinenöl. Über einen langen Gang – rechts und links Türen zu Kabinen – gelangt man zur gemütlichen und mit Polstermöbeln ausgestatteten Halle. Es ist ein mondäner Salon, der einen fantastischen Eindruck vermittelt. Aber einen falschen! Denn die „Cap San Diego“ ist ein Arbeitsschiff und kein Vergnügungsdampfer. Das wird klar, wenn man die steilen Metalltreppen in den Maschinenraum hinuntersteigt: Der Hauptmotor, groß wie ein Einfamilienhaus, erbringt eine Leistung, die es diesem Frachter ermöglicht, über den wilden Atlantik hin- und herzukreuzen. Genauer: diesem „Stückgutfrachter“.

Die „Cap San Diego“ ist ein Überbleibsel aus einer fernen Zeit, bevor die Waren in 20- und 40-Fuß-Containern über die Wellen auf andere Kontinente gebracht wurden. Eine normale Rundfahrt verlief so: Maschinenteile oder Autos nach Südamerika; Kaffee, Kakao, Obst oder Fleisch zurück in die Hansestadt. Seit vergangenem Sommer bietet eine Dauerausstellung Bilder und Anekdoten über die goldene Zeit dieses Frachtertyps. Das ist die Grundversorgung für alle Interessierten.

Aber weil die „Cap“ nicht nur begehbar ist, sondern auch fahren kann, bietet die ehrenamtliche Crew sogar Ausfahrten in die Elbmündung an: Plötzlich öffnen sich die leitplankigen Ufer und das große weite Meer liegt vor einem. Fast so wie früher, als die Reise weiter nach Übersee ging. Dabei dürfen Besucher:innen alle Bereiche des Schiffs begehen, sogar den verlässlich tackernden und rackernden Maschinenraum.

Ein Date im Hafen ist also fast Pflicht für alle Einheimischen! Ausschlusszeit für den Kalender: Im März wird die „Cap San Diego“ in der Werft aufgefrischt.

„Cap San Diego“: täglich außer an Fahrterminen, 10-18 Uhr, Überseebrücke, 12/7 Euro, die Preise beinhalten auch die Sonderausstellungen sowie einen Audioguide zum Abspielen auf dem eigenen mobilen Gerät, Tel. 36 42 09

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