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Ausstellung in Hamburg: Die schönsten Formen der Weiblichkeit
Die Fabrik der Künste zeigt die Ausstellung „Where Is The Love?“. Die spanische Künstlerin Sabela García Cuesta widmet sich darin Brüsten.
Manchmal ist es ganz okay, dass um die weibliche Brust so ein Bohei veranstaltet wird. Die 36-jährige Spanierin Sabela García Cuesta stellt sie ganz bewusst in den Mittelpunkt ihrer Kunst. 50 gemalte Brustporträts, die für sie weiblichen symbolischen Surrealismus zeigen, bilden den Schwerpunkt ihrer Ausstellung „Where Is The Love?“ in der Fabrik der Künste in Hamm. Neben Malerei präsentiert sie dort auch Skulpturen und Textarbeiten.
Jedes Brustbild wurde während einer persönlichen Begegnung mit Frauen in ihrem Atelier kreiert. Am Anfang stand eine Anfrage eines antialkoholischen Gin-Herstellers für zehn unterschiedliche Bilder zum Thema Brustkrebs-Awareness. Nach einem Instagram-Aufruf hatte sie rasch zehn Frauen zusammen, die ihr Fotos ihres Busens zusandten, damit García Cuesta davon Gemälde fertigen konnte. Doch dann wurde der Künstlerin klar, wie kraftvoll es sein würde, wenn sie die Frauen tatsächlich vor sich hätte.
50 gemalte Brustporträts bilden Schwerpunkt der Ausstellung
Bei den Sessions, die durchschnittlich 90 Minuten dauerten, hörte sie sich die Geschichten ihrer Geschlechtsgenossinnen an – was beiden Seiten guttat. „Es ist in erster Linie therapeutisch für mich selbst, aber auch für die Frauen, weil sie Erleichterung finden, sich nicht allein fühlen und von mir gesehen werden“, so García Cuesta, die seit 14 Jahren in Deutschland beheimatet ist. Wenn die Frauen im Eva-Kostüm vor ihr stehen und sich verwundbar zeigen, ihr ihre intimsten Gedanken anvertrauen über den eigenen Körper oder ihre Ex-Freunde, entsteht eine tiefere Verbindung. Kein Wunder, dass sich die Kunst-Schöpferin eher als Geschichtenerzählerin versteht!
Flow-Yoga und Führung der Künstlerin bei der Finissage
García Cuesta hat das Malen nicht gesucht, es hat sie gefunden. Und das, obwohl sie vor sechs Jahren noch zu den bekanntesten Persönlichkeiten der hiesigen Start-up-Szene zählte (sie betreute und beriet junge Unternehmen).
Schon als Kind besuchte sie Kunst-Workshops. Als es ihr mit ihrem Start-up seelisch nicht mehr gut ging, fertigte sie zur Entspannung Gemälde an.
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Apropos Entspannung: Bei der Finissage am 9. August (ab 10.30 Uhr) wird es eine Stunde Flow-Yoga geben, einen kollektiven Art-Jam, eine Führung der Künstlerin (13 Uhr) sowie ein paar Gaumenfreuden – inspiriert von den Themen der Ausstellung.
Fabrik der Künste: bis 9.8., Di-Fr, 14-18 Uhr; Sa u. So, 12-18 Uhr, die Künstlerin ist anwesend, Kreuzbrook 12/10, Eintritt frei
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