Alles begann mit einem Rauswurf: Hamburg feiert 400 Jahre Reeperbahn!
Route 66. Champs-Élysées. Reeperbahn. Die rund einen Kilometer lange „geile Meile“ gehört zu den berühmtesten Straßen der Welt. In diesem Jahr feiert sie 400. Geburtstag – und das ist wörtlich gemeint: Während des gesamten Jahres ist auf dem Kiez noch mehr los als sonst.
Vom Außenseiter zur Attraktion in nur 400 Jahren. Alles begann 1626 mit einem Rausschmiss: Die Reepschläger – Seilmacher, die Hanf zu langen Tauen für Schiffe verarbeiteten – wurden aus Hamburg vor die Tore der Stadt verbannt. Genau dorthin, wo heute St. Pauli liegt. Da war genug Platz, um die bis zu 300 Meter langen Seile unter freiem Himmel zu drehen.
400 Jahre Reeperbahn: Riesiges Fest auf dem Spielbudenplatz
Doch der Rauswurf brachte auch Vorteile: Außerhalb der Stadtmauern gab es keine Sperrstunde, es durfte länger und lauter gefeiert werden, hier herrschte die „Große Freiheit“. Und wer hart arbeitet, braucht danach Amüsement – der Anfang für ein Vergnügungsviertel war gemacht. Heute ist die Reeperbahn als Theater- und Musik-Hotspot sowie mit den Bars, Bordellen, Clubs und Restaurants vor allem Touristenmagnet, berüchtigt für ihr Nachtleben, geliebt für ihre (Sub-)Kultur.
- Cosmopauli Grandiose Partyband: Cosmopauli (21.30 Uhr)

Grandiose Partyband: Cosmopauli (21.30 Uhr) - San Glaser Stilsicher zwischen Jazz, Pop and Soul: San Glaser (17.15 Uhr)

Stilsicher zwischen Jazz, Pop and Soul: San Glaser (17.15 Uhr) - Elena Zaucke Pop, zum Niederknien gut: Mit (19.30 Uhr)

Pop, zum Niederknien gut: Mit (19.30 Uhr) - Miguel Ferraz Araújo Alte „Hamburger Schule“: Bernd Begemann & Die Befreiung (18.15 Uhr)

Alte „Hamburger Schule“: Bernd Begemann & Die Befreiung (18.15 Uhr)
Eröffnet wird das Jubiläumsjahr mit einem riesigen Fest auf dem Spielbudenplatz: Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher spricht und sticht (norddeutsch-untypisch) das erste Fass des limitierten Jubiläumsbiers „Reep Royal“ der Astra St. Pauli-Brauerei an. Danach entern Hamburger Künstler:innen die Open-Air-Bühne, darunter die Jazzerin San Glaser und das Ensemble des Kiez-Musicals „Heiße Ecke“.
Großes Open-Air-Konzert und „Singsation“
Gegen 21 Uhr folgt eine „Singsation“: Ganz Hamburg ist eingeladen, einen Rekord aufzustellen, wenn möglichst viele Menschen gemeinsam Udo Lindenbergs Hymne „Reeperbahn“ schmettern, angeleitet von der Live-Karaoke-Band „Sing de la Sing“. Danach wird entspannt in den Mai getanzt.
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Der feierliche Rest des Jubiläumsjahres steht unter dem Motto „400 Jahre – 400 Shows“ mit Konzerten, historischen Rundgänge zur Entstehungsgeschichte, Kunstaktionen, Vorträgen, Lesungen und speziellen Kiez-Touren. Happy Birthday, „alte Gangsterbraut“!
Spielbudenplatz: „Singsation“ am 30.4., 16-23 Uhr, Eintritt frei

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