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Max Herre und Joy Denalane: Ein Konzert wie die perfekte Beziehung

Zwei Musiker singen auf einer Bühne vor rotem Hintergrund, begleitet von Band und Instrumenten.
Gemeinsam tänzeln Joy Denalane und Max Herre auf die Bühne – sie im Jeanslook, er mit Hemd und Hose in dunkelblau und ohne seine markanten, dunklen Locken.

Das Soul-Hip-Hop-Paar holt im Stadtpark nach, was im vergangenen Jahr nicht geklappt hat. Es gibt große gemeinsame Momente, aber jeder bekommt auch seinen Freiraum – so wie es sein muss.

Gemeinsam tänzeln Joy Denalane und Max Herre auf die Bühne – sie im Jeanslook, er mit Hemd und Hose in dunkelblau und ohne seine markanten, dunklen Locken. Im Stadtpark holen sie ein Konzert nach, das sie im vergangenen Jahr aus Krankheitsgründen absagen mussten. „Umso schöner, dass wir alle hier sind“, freut sich Max Herre. Die beiden sind nicht nur optisch und musikalisch ein Match, sondern auch privat ein Paar. Ihre Fans nehmen sie mit auf eine Reise in ihre Welt und durch ihre Geschichte.

Sie beginnen in der Gegenwart, denn nach diversen Kollaborationen haben der frühere Freundeskreis-Rapper und die Soul & R'n'B-Queen auch musikalisch ernst miteinander gemacht und vor anderthalb Jahren ein gemeinsames Album aufgenommen. Die Titelsingle „Alles Liebe“ eröffnet das Konzert und taugt auch als programmatische Überschrift für den Abend. Denn eigentlich präsentieren Denalane und Herre verschiedene Facetten einer Liebesbeziehung.

Liebespaar Joy Denalane und Max Herre im Stadtpark: Was für ein Teamwork

Seit mehr als 25 Jahren (mit Unterbrechung) sind die beiden zusammen, seit Joy Denalane beim Freundeskreis-Hit „Mit Dir“ die Gesangsstimme übernahm. So wie die Platte erzählt auch ihr Konzert von ihrer Liebe zueinander und zur Musik, von einem langen Weg, der Höhen und Tiefen bereithielt. Und zwar angenehm unaufdringlich.

Musiker auf einer Bühne vor grauem Vorhang, in der Mitte brennt eine Feuerstelle.
Joy Denalane und Max Herre sind nicht nur optisch und musikalisch ein Match, sondern auch privat ein Paar.


Beide bieten gemeinsame Stücke vom neuen Album, unterstützen den Partner aber jeweils auch bei seinen eigenen Songs. Was wäre der Freundeskreis-Song „Esperanto“, die Nummer drei des Abends, ohne die unnachahmliche Soul-Stimme von Joy Denalane? So sieht funktionierendes Teamwork in der Partnerschaft aus. Denalane und Herre werfen sich Blicke zu, flirten miteinander, halten sich an den Händen. Alles eng und vertraut.

Von der Kindheit in Berlin und den Wurzeln in Südafrika

Und dann gibt es die Zeiten, in denen jeder auch mal seinen Freiraum braucht – weil auch ein Paar immer noch aus zwei Einzelpersonen mit eigenen Geschichten besteht. Joy Denalane erzählt von ihrer Kindheit in Berlin-Kreuzberg und den Wurzeln ihrer Familie in Südafrika. Bei Max Herre wird es in „Athen“ persönlich. Dann finden sie wieder zusammen und legen mit ihren Backgroundsängern sogar eine kleine Tanzeinlage hin. Die Schrittfolge sieht bei Denalane etwas eleganter aus als bei ihrem Mann – aber was tut man nicht alles ...

Das Knistern spürt man immer noch

Dafür darf Max Herre einen ausgedehnten Ausflug in seine Vergangenheit unternehmen. Der Freundeskreis-Block kommt bei den Fans besonders gut an, die Hände im Stadtpark wippen zu Songs wie „Tabula Rasa“ auf und ab. Vom Band sind Gaststars wie die junge Cassandra Steen und Gentleman zu hören. Zum Glück bleibt es am Ende eines regnerischen Tages weitestgehend trocken, trotzdem darf natürlich eines nicht fehlen: „A-N-NA“, die Liebesgeschichte im Wolkenbruch.


Zum Schluss landen Max Herre und Joy Denalane dort, wo alles angefangen hat vor mehr als einem Vierteljahrhundert – bei „Mit Dir“. Bei manchen Zeilen muss man heute schmunzeln, wenn man die beiden so zusammen sieht: „Hey Baby, sagt er zu mir, du bist smooth wie Kamasutra. Psst, sonst hört uns deine Mutter.“ Die Mutter wurde da wohl schon länger von den eigenen, auch schon erwachsenen Kindern abgelöst. Das Knistern zwischen beiden spürt man aber immer noch.

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