Jack Johnson bringt Hawaii nach Hamburg – und überrascht mit ungewöhnlicher Aktion

Jack Johnson Hamburg
Hawaii-Feeling im Hamburger Stadtpark: Jack Johnson.

Tiefenentspannt, ein bisschen melancholisch, aber immer mit sonnigem Gemüt: Mit diesem Mix reist Jack Johnson seit 20 Jahren erfolgreich um die Welt. Am Sonntagabend verzauberte der 47-jährige Singer-Songwriter mit der hawaiianischen Lebensfreunde die Fans im ausverkauften Hamburger Stadtpark.

Die Rahmenbedingungen könnten nicht besser für ein Jack Johnson-Konzert geeignet sein. Es ist angenehm warm und die Sonne gibt am wolkenfreien Himmel noch einmal alles, als der Hawaiianer gegen 20 Uhr unter großem Applaus die Bühne betritt.

Stadtpark: Jack Johnson bringt Hawaii nach Hamburg

Ohne große Worte, dafür mit Akustikgitarre (später kurz gegen eine Ukulele getauscht) und kleiner Begleitband geht’s los. „Mudfootball“ eröffnet die Show und gibt im für den Sänger so typischen Stil gleich die Marschroute vor. Und die heißt: Lagerfeuerstimmung – nur ohne Lagerfeuer. Schade eigentlich.

Ob „Taylor“, „Sitting Waiting Wishing“, „Good People“, „Upside Down“, „You and Your Heart“, „Symbol In My Driveway“, „Banana Pancake“, „You’re Missing Me“ oder „Costume Party“ – so ziemlich jeder Song der Johnson’schen Setlist verursacht heftigste Sommer-Gefühle. Selbst Herzschmerz klingt da nach richtig guter Laune.

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Ein besonderer Höhepunkt: Für „Wasting Time“ und „Cool Down The Pace“ (Original: Gregory Isaacs) kommt die Vorband Subatomic Sound System auf die Bühne und verlegt die Klangwelt kurz von Hawaii in die Karibik. Außerdem gibt’s im Laufe des Abends kleine Widmungen für Tina Turner („What’s Love Got To Do With It“) und Mungo Jerry („In The Summertime“).

Tiefenentspannt bedeutet übrigens nicht Stillstand. Kaum ein:e Zuschauer:in lässt sich nicht vom Bewegungsdrang anstecken, der vom ersten Ton an von der Bühne in die Menge schwappt. Das reicht vom Mitwippen übers Mitklatschen bis zum leichten Hüftschwung. Ganz entspannt eben.

Stadtpark Open Air: Sommer, Sonne und Jack Johnson

Egal, in welches Gesicht man blickt, flächendeckend hat sich im Laufe dieses Abends genau ein Ausdruck verbreitet: zufriedenes, glücklich-beseeltes Lächeln. Was besonders für die Fans gelten dürfte, denen Jack Johnson Autogramme gegeben und einen Anstecker organisiert hat – mitten im Konzert (!).

Pünktlich zum Ende des Konzerts nach gut zwei Stunden macht sich die Abenddämmerung immer stärker über dem Stadtpark breit. Auch das wirkt fast so, als ob es zur Show gehören würde. Sommer, Du kannst so schön sein.