Indie-Hype in Hamburg: Diese Band ist auf dem Weg nach ganz oben
Geese haben mit ihrem dritten Album „Getting Killed“ den Durchbruch geschafft, quasi über Nacht. Im Docks stellt die Band der Stunde klar, warum das kein zufälliger Glückskuss des Indierock-Algorithmus war.
Die Vorfreude auf Geese elektrisiert vielleicht nicht einen ganzen Stadtteil, aber kurz vor Einlass geht die Schlange vor dem Docks fast bis zum Operettenhaus. Zeit, sich noch ein Kioskbier zu holen und kurz über den kuriosen Popularitätsschub der New Yorker Indieband nachzudenken. Denn wie in einem Doppelpass-Spiel schieben sich die Karrieren von Geese und deren Frontmann Cameron Winter derzeit gegenseitig vorwärts.
„Heavy Metal“, Winters Soloalbum, erschien zur Veröffentlichungs-Unzeit zwischen den Jahren 2024 und 2025. Ein Flop mit Ansage, dachte sein Label – bloß, dass es keiner wurde, sondern eines der innigst geliebten Alben des vergangenen Jahres (auch dank des Übersongs „Love Take Miles“). Der Überraschungserfolg bereitete das Bett für „Getting Killed“, das dritte Geese-Album. Und mit jeder Jubelrezension und Playlistempfehlung wurde aus der etwas obskuren Band ein immer größeres globales Phänomen. Geese treten nun bei „Saturday Night Live“ auf, der beliebtesten Comedyshow der USA. Winter durfte mit Anfang 20 in der Carnegie Hall spielen.
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