Fliegende Bierbecher, Moshpit, Crowdsurf: Beatsteaks rocken den Hamburger Stadtpark
Da läuft grad noch „Caravan Of Love“ von den Housemartins – und auf einmal setzt am Donnerstagabend im nahezu ausverkauften Stadtpark der Beat von „Hello Joe“ ein. Beides herrlich! „Ihr seid da, wir sind da, mehr brauchen wir nicht!“, ruft Arnim Teutoburg-Weiß (47) mit seiner crispy Stimme. „Wir sind die Beatsteaks auuus Berlin!“ – und betont das natürlich ganz genauso wie Die Ärzte.
Viele im Publikum können es immer noch nicht so richtig fassen, meint man. Ein richtiges Rock’n’Roll-Konzert nach so langer Corona-Durststrecke. Deswegen ist manch eine(r) zunächst auch noch etwas zaghaft dabei. „Wir sind heute gekommen, um keine Gefangenen zu machen. Wir wollen ein Konzert wie früher spielen“, betont Arnim.
Beatsteaks im Stadtpark: Fliegende Bierbecher, Crowdsurf und Moshpit
Spätestens bei „Hand In Hand“ tauen die Leute dann auf, singen alle mit. Bierbecher fliegen, der erste Crowdsurf ist da und ein kleines Moshpit entwickelt sich. Arnim gibt alles: Trinkt Bier aus der Menge. Geht ganz nah an sie heran. Fasst sich ans Herz. Verteilt Luftküsse. Das Publikum dankt mit „Beatsteaks!“-Rufen. „Hamburg – die geilsten, die schönsten, die besten!“, wird da entgegnet. Und immer wieder: „Hamburg City rult!“
Von „Jane Became Insane“ verrät die Band, dass der Song in Hamburg geschrieben wurde. Schön! Besonders schön auch, als Gitarrist Peter Baumann erst den Musical-Song „Hey Du“ im breiten Berlinerisch und dann Hildegard Knefs „Von nun an ging’s bergab“ singt. Irgendjemand pustet deswegen sogar einen Herzballon auf und kickt ihn in die Menge.
Party im Hamburger Stadtpark – Beatsteaks holen Fans auf die Bühne
„Wir sind hier, um eure Wünsche zu erfüllen!“ Da stimmt. Als die Beatsteaks drei Kinder aus der Menge zu sich vor die Bühne holen, damit sie exklusiv crowdsurfen können, wird endgültig klar: Das ist eine der nettesten Bands überhaupt. Einen weiteren kleinen Jungen (Finn mit bunten Haaren und Pulli vom FC St. Pauli) nimmt Arnim sogar auf die Schultern!
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Zu „Let Me In“ müssen sich dann alle hinhocken, um beim wilden Songteil wieder aufzuspringen. Als Zugaben folgen das Hives-Cover „Hate To Say I Told You So”, „I Don’t Care As Long As You Sing” und einige weitere, sodass die Zeit bis kurz vor der Stadtpark-Curfew um 22 Uhr voll ausgenutzt.
„Ich will hier gar nicht weg, es ist so schön hier!“, sind einige von Arnims letzten Worten. Und sogar beim Rausschmeißer-Song „You’ve Got The Love“ von Florence + The Machine vom Band kommt er noch mal an und bedankt sich. Und damit schließt sich der Kreis: Von Anfang bis Ende so viel Liebe – und endlich wieder richtiger Rock’n’Roll!