Liebeserklärung an die 80er: Zeitreise ins Kultjahrzehnt – Verlosung!
Peter Illmann ist ein Pionier des Musikfernsehens. 67 Folgen der 1983 gestarteten Kultshow „Formel Eins“ moderierte er mit lockerem Mundwerk und im ölverschmierten Anzug. Danach wechselte er zum ZDF, wo er „P.I.T. – Peter Illmanns Treff“ und „Peters Pop Show“ präsentierte. Er wirkte in Kinofilmen wie „Verschwende deine Jugend“ (2003) und „Fraktus“ (2012) mit. 2022 erschien sein Buch „Kult war nicht geplant. Sehnsucht 80er: Lebensgefühl, Popmusik, Videoclips“ (Charles Verlag). Seit fünf Jahren ist er das Aushängeschild des privaten Radiosenders „80s80s“. Und nun feiert auch noch seine eigene 80er-Show im Schmidtchen auf der Reeperbahn Premiere! MOPO verlost die letzten Tickets für die zwei ausverkauften Shows – und spricht mit Illmann über das Achtziger-Feeling.
MOPO: Peter, du bringst die 80er auf die Bühne des Schmidtchen. Was hast du mit deiner Show vor?
Illmann: Es soll ein Abend sein, wo ich mit dem Publikum in das Jahrzehnt eintauche und alle mal anderthalb Stunden abschalten können. Es soll keine Geschichtsstunde über die Achtziger sein, die Leute sollen einfach Spaß haben. Ich bin kein Comedian und allein auf der Bühne, und es wird sehr von der Technik abhängen, ob diese Premiere gelingt. Denn wir zeigen auch bemerkenswerte, witzige Videos und alte Werbespots, und ich erzähle was dazu – wie sonst auch frei von der Leber weg.
Also ein Abend voller Nostalgie?
Ich finde immer, dass man sich gerne und gut an die Achtziger erinnern sollte, aber auch ein bisschen was aus jener Zeit mitnehmen kann: den Optimismus beispielsweise, den es heute nicht mehr gibt. Früher blickten die Leute trotz aller Dinge, die damals auch passiert sind, positiver in die Zukunft, und da war eine Hoffnung, dass alles besser wird. Davon können wir uns in schweren Zeiten ‘ne Scheibe abschneiden.
Die Leute, die dich schon 1983 in „Formel Eins“ erlebt haben, dürften mit dir als Person auch nur Positives verknüpfen.
Klar, wir waren alle jung und schön, für viele war die Zeit prägend. Als ich mal im Osten von Deutschland eine größere Veranstaltung für den Radiosender 80s80s moderierte, war ich überrascht: Da kamen wirklich so viele Emotionen bei den Leuten hoch – die sagten mir: „Du warst der Mann, der uns die Freiheit ins Haus gebracht hat. Du warst die Stimme der Freiheit. Wir verknüpfen so wahnsinnig viel mit dir.“ Das hat mich dann auch selbst berührt.
Wie hat das damals überhaupt für dich angefangen?
Thomas Gottschalk hatte da seine Finger mit im Spiel. Für mich war es der Sprung ins kalte Wasser. Beim Bayrischen Rundfunk hatte ich seine Radiosendung übernommen. Er war derjenige, der mir Tipps gab, wie man moderiert: „Sei du selbst, rede wie du redest und nicht irgendwie gestellt.“ Das habe ich beherzigt. Später habe ich von ihm Thommys Pop Show im ZDF übernommen. Gottschalk hat mein Leben beeinflusst und war fürsorglich, ich lass auf ihn nichts kommen.
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Ist dir auch alles in den Schoß gefallen, so wie Gottschalk?
Ich kenne das, wenn einem der Erfolg zufließt, ich kenne es aber auch, wenn man mal nichts hat und es dann auch meistens leider nichts nutzt, irgendwelche Leute anzuschreiben. Diesbezüglich bin ich Anfang der 2000er durch ein Tal gegangen.
Madonna hatte mit „Holiday“ einen ihrer frühen TV-Auftritte in „Formel Eins“. Erinnerst du dich an den Tag, als sie bei euch in den Bavaria-Studios war?
Es war nichts Besonderes, weil niemand wirklich wusste, wer Madonna war. Wir nahmen sie nicht als Superstar wahr, obwohl sie damals schon sehr perfektionistisch war und ihre Performance vier oder fünf Mal wiederholte, weil für sie immer etwas nicht stimmte und sie genau wusste, was sie wollte.
Wer hat dich mehr beeindruckt?
Whitney Houston, die bei P.I.T. ihren ersten Auftritt im europäischen Fernsehen hatte und 1985 auch noch mal bei „Peters Pop Show“ zu Gast war. Es war eines meiner Highlights, mit dieser Frau zum Showfinale auf der Bühne in der Dortmunder Westfalenhalle vor 10.000 Menschen zu stehen. Sie nahm mich in den Arm und wir sangen gemeinsam – da fühlte ich mich ein bisschen wie ein kleiner Junge.
War die Musik früher besser?
Ich bin kein Mensch, der die Musik von heute schlecht redet. Ich lebe in der Gegenwart und interessiere mich für gegenwärtige Dinge, auch im Bezug auf Musik. Dennoch glaube ich nicht, dass man von Harry Styles in zehn Jahren noch so viel reden wird wie im Moment.
Schmidtchen: 27./28.5., je 19 Uhr, ausverkauft (weitere Termine in Planung)
Letzten Karten zu gewinnen!
Die MOPO verlost 2 x 2 Karten für den 27. Mai! Wer gewinnen will, schreibt bis zum 25.5. eine E-Mail mit dem Betreff „80er“ an plan7@mopo.de und beantwortet die Frage: Wie hieß die Show, die Peter Illmann damals moderiert hat?
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.Veranstalter des Gewinnspiels ist die Morgenpost Verlag GmbH. Bei einer Teilnahme gelten unsere AGB als akzeptiert. Diese AGB finden Sie unter www.mopo.de/gewinnspiel-agb
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