Der Jongleur sollte sich mit dieser schnellen Nummer mal ins Guinness-Buch der Rekorde eintragen lassen.
  • Der Cirque du Soleil ist bekannt für Show-Einlagen der Extraklasse.
  • Foto: Cirque du Soleil

Im Frühjahr in Hamburg: Diesen Zirkus darf man auf keinen Fall verpassen!

Begnadete Artistik in Kombination mit Eiskunstlauf? Wie soll das gehen? Fallen da nicht alle ständig hin? Das denken Sie sich sicher gerade – und ich auch, bevor ich mir „Cirque du Soleil Crystal“ angucken durfte. Aber dieser unvergleichliche Zirkus aus Kanada kriegt alles hin! Im kommenden März und April gastiert er mit seiner 42. Produktion (von Shana Carroll and Sébastien Soldevila) auch in Hamburg.

Schon vor Vorstellungsbeginn  spielt eine kleine Musiktruppe (so hat der Cirque du Soleil einst angefangen: mit Straßenkunst!) und ein Clown treibt seinen Schabernack mit Schneebällen im Zuschauerraum. Entweder wirft er sich selbst ab oder lässt das Publikum werfen. Köstlich!

Cirque du Soleil Crystal ist vonihrem konventionellen Alltag gelangweilt. Warum dann nicht einfach mal mit Schlittschuhen (!) von der Decke baumeln?
Crystal ist vonihrem konventionellen Alltag gelangweilt. Warum dann nicht einfach mal mit Schlittschuhen (!) von der Decke baumeln?
Crystal ist vonihrem konventionellen Alltag gelangweilt. Warum dann nicht einfach mal mit Schlittschuhen (!) von der Decke baumeln?

Die Handlung: Mit „Crystal“ ist nicht nur das „coole“ und „dünne“  Eis gemeint, auf dem die Show stattfindet, sondern auch der Name der Hauptfigur. Einzelgängerin und Träumerin Crystal ist von ihrem konventionellen Alltag gelangweilt. Ihre Flucht: das Schreiben. Bis sie eines Tages ins Eis einbricht und sich in der Unterwasser-Welt auf die Suche nach neuer Kreativität und Stärke begibt. Dort begegnet sie sogar ihrer Doppelgängerin bzw. ihrem düsteren Spiegelbild –  man weiß es nicht so genau!

Cirque du Soleil
Wenn Crystals Familie auf den Spielplatz geht, wird es nicht langweilig.

Als die Akrobatik- und Eiskunstlauf-Nummern der insgesamt 43 Künstler:innen aus elf verschiedenen Nationen losgehen, weiß man wirklich nicht,  wo man zuerst hingucken soll.  Wer grad noch virtuos übers Eis geglitten ist, wirbelt auf einmal hoch in die Luft. Hier wird der Kindheitstraum wahr und die Artist:innen heben tatsächlich von der Spielplatz-Schaukel ab und fliegen. Es wird mit unzähligen Bällen jongliert und so schnell, dass diese Nummer wahrscheinlich ins Guinness-Buch der Rekorde gehört. Eishockey-Spieler machen extreme Sprung-Stunts über Halfpipes. Die Darsteller:innen hüpfen von Stange zu Stange in schwindelerregender Höhe. Bürostühle werden fast bis unters Dach  gestapelt und am Trapez wirken die Kräfte des Duos schier übermenschlich. Obendrauf gibt’s atmosphärische Musik (und auch den ein oder anderen Pop-Hit) sowie eine starke Video- und Lichtshow – zu gut, dass das alles aufs Eis projiziert werden kann!

Cirque du Soleil
Ein schwindelerregender Stuhl-Stapel auf dem Eis? Das fällt auch nur dem Cirque du Soleil ein.

Der Cirque du Soleil hat die Zirkus-Kunst auf ein ganz anderes Level gehoben – und das ohne ein einziges Tier. 1984 wurde der „Sonnen-Zirkus“ in Québec gegründet – von lediglich 20 Leutchen. Mittlerweile ist er ein riesiges Unternehmen mit Firmensitz in Montréal und hat ca. 4000 Mitarbeiter:innen, von denen 1400 Artist:innen aus  über 50 (!) verschiedenen Ländern sind. Mehr als 200 Millionen Menschen haben die Shows des Cirque du Soleil schon auf der ganzen Welt gesehen. Und noch ein paar Nerd-Fakten:  Bis zu 300 Handwerksmeister kümmern sich beim Cirque du Soleil um Kostüme und Requisiten. Pro Jahr werden ungefähr 16.000  Gegenstände gefertigt und 50 Kilometer Stoff verarbeitet.

Und damit zurück zu Crystal: Ich finde, diesen Zirkus-Traum sollte man im Frühjahr in Hamburg auf keinen Fall verpassen.

Barclays-Arena: 30.3.-2.4., unterschiedliche Uhrzeiten: 13, 16, 17 oder 20 Uhr, Tickets ab 62,25 Euro, mehr Infos: cirquedusoleil.com/crystal

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