Das Cover des Buchs "Hamburg Chinatown" von Eric Niemann und Anette Strohmeyer

Das Cover des Buchs „Hamburg Chinatown“ von Eric Niemann und Anette Strohmeyer. Foto: picture alliance/dpa/Gmeiner-Verlag

„Hamburg Chinatown“: Dieser packende Thriller erinnert an „Babylon Berlin“

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Der bemerkenswerte Thriller „Hamburg Chinatown” greift ein spannendes Kapitel der Hamburger Geschichte auf. Von der Machart erinnert er etwas an „Babylon Berlin”.

Etwa 50 Jahre existierte es, bis es 1944 von den Nazis gewaltsam ausgelöscht wurde: das chinesische Viertel in Hamburg. Der historische Thriller „Hamburg Chinatown” greift packend und informativ dieses Kapitel der Hamburger Geschichte auf. Das bemerkenswerte Buch des Autorenduos Anette Strohmeyer und Eric Niemann erinnert etwas an „Babylon Berlin”. 

Strohmeyer und Niemann garantieren Spannung

In den 1920er Jahren hatten sich in dem Viertel anrüchige Unterhaltungsetablissements etabliert, aber auch chinesische Verbrecherbanden. Ordnungspolizist Peder Hansen sucht hier nach dem Mörder seines Bruders, Woo Chong, den ungekrönten König des Nachtlebens und Kopf der organisierten Kriminalität. Dabei gerät der Polizist immer tiefer in den Sumpf des Verbrechens.

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Ein geheimnisvoller Unbekannter organisiert den Opiumhandel in Hamburg und ermordet unbequeme Mitwisser. Hansen muss sich notgedrungen mit dem obskuren Li Lim aus Shanghai verbünden, um Zugang zum chinesischen Milieu zu erhalten. Li aber verfolgt seine eigenen mörderischen Ziele, von denen Hansen nichts weiß. 

Die Milieuschilderung gelingt sehr anschaulich und vermeidet Klischees. Die Personen sorgen durch ihre Gegensätzlichkeit für Spannung, Dynamik und psychologische Tiefe. (dpa/mp)

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