F.C. Gundlach, Edvard Munch und die Drei ???: Das gibt’s bald in den Museen zu sehen
Kunst-Liebhaber aus vielen Ländern haben für dieses Jahr Hamburg auf dem Plan – schließlich findet hier im Sommer mit der „Triennale der Photographie“ eines der wichtigsten Foto-Festivals in Europa statt. Elf spannende Ausstellungen werden ab dem 5. Juni auf einen Schlag zu sehen sein, ein Fest für Foto-Fans. Aber auch sonst gibt es eine Menge zu sehen. Ein Ausblick auf die kommenden Monate.
Detektive in Ottensen
Im Altonaer Museum dreht sich ab dem 4. Februar alles um „Wegmarken jüdischer Geschichte“. Im Mittelpunkt des sogenannten „Projektraums“ steht die Diskussion über ein Jüdisches Museum für Hamburg, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts geführt wird und seit 2024 wieder aktuell geworden ist. Wie und wo kann die jüdische Geschichte Hamburgs erzählt werden? Das Altonaer Museum will Antworten erarbeiten.

Vom 20. Mai bis zum 15. Juni gibt’s bei „World Press Photo“ ausgezeichnete Pressefotos des Jahres 2025 zu sehen. Und ab dem 2. September stehen bei „RockyBeach@Altona“ „Die drei ???“ im Mittelpunkt: Mit 236 Folgen und mehr als 70 Millionen verkauften Büchern und Tonträgern ist die Kultserie die erfolgreichste Detektivreihe des Landes. Im Altonaer Museum werden ab September Grafiken von Aiga Rasch († 68) zu sehen sein – Fans der „Drei ???“ kennen die natürlich von den Covern der Kult-Reihe.
F.C. Gundlach und Freunde
Das Bucerius-Kunst-Forum widmet sich im Anschluss an die Ausstellung „Kinder, Kinder!“ (läuft bis April) dem Hamburger Fotografen und Sammler F. C. Gundlach († 95). Vom 8. Mai bis zum 16. August sind ikonische Fotografien und bisher unveröffentlichte Aufnahmen zu sehen. Neben seinen Werken werden auch Fotos von Weggefährten wie Edward Steichen, Richard Avedon und Nan Goldin gezeigt.
Drei auf einen Streich
In der Halle für aktuelle Kunst präsentieren die Deichtorhallen noch bis 26. April eine Werkschau der libanesischen Künstlerin Huguette Caland. Im Phoxxi – dem temporären Haus der Photographie – sind bis zum 10. Mai Bilder des Dokumentarfotografen Philip Montgomery zu sehen, und die Sammlung Falckenberg zeigt bis zum 26. April die Ausstellung „Daniel Spoerri – Ich liebe Widersprüche“. Ab dem 5. Juni dreht sich in den drei Häusern dann alles um die „9. Triennale der Photographie“: Bis zum 22. September werden Werke zahlreicher internationaler Fotografinnen und Fotografen ausgestellt.
Segel setzen im Hafen

Wichtiges Datum für Schiff-Nerds: Das Hafenmuseum startet am 29. März in die neue Saison! Unter anderem wird auf der „Peking“ am Bremer Kai/Schuppen 50A eine Ausstellung zur Geschichte der Viermastbark zu sehen sein.
Treffen sich zwei Kunst-Stars
Die Kunsthalle bringt in der Doppelschau „Maria Lassnig und Edvard Munch. Malfluss = Lebensfluss“ (27. März bis 30. August) erstmalig Werke der österreichischen Künstlerin und des norwegischen Malers zusammen. Die Schau „Skuptural. Die neuen Galerien“ (24. April bis Frühjahr 2027) präsentiert die Skulpturensammlung des Museums mit mehr als 500 Objekten aus 2500 Jahren Kunstgeschichte.
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Ab Herbst plant die Kunsthalle mit „David Novros. Painting“ eine Retrospektive zu dem Künstler, der zu den wichtigsten US-amerikanischen Malern der Gegenwart zählt. Und Ende des Jahres werden „einige der aktuell radikalsten Stimmen in der Medienkunst“ aus dem Centre Pompidou zu sehen sein.
Viele Katzen – und Spannendes aus Peru
Noch bis zum 29. November läuft im MARKK die „Katzen!“-Schau. Vom 5. Juni bis Ende 2026 zeigt das Museum außerdem historische Fotografien und Tonaufnahmen von Hans Heinrich Brüning (1848–1928), der 50 Jahre lang als autodidaktischer Forscher und Amateur-Ethnologe in Peru lebte. Und ab dem 28. August gibt es eine Ausstellung mit jüdischen Objekten aus der Sammlung des Museums am Rothenbaum zu sehen.
Neueste Nachrichten
Am 5. Juni startet auch im Museum der Arbeit die „Triennale der Photographie“. Bis zum 6. September werden dann die Arbeiten der Britin Franki Raffles (1955-1994) gezeigt, die die Lebensrealitäten von Frauen in den 70er und 80er Jahren in den Vordergrund stellte – von Schottland über Teile der früheren Sowjetunion (Russland, Georgien und Ukraine) und China bis Simbabwe, Israel und Palästina. Ab dem 14. Oktober wird „Nachrichten – News“ zu sehen sein, es geht um die Entwicklung von Nachrichten – sowohl aus der Perspektive derer, die sie erstellen, als auch aus der Perspektive derer, die sie empfangen.
Aus der Werbung ins Museum

Mit zwei großen Werkschauen würdigt das Museum für Kunst und Gewerbe renommierte Gestalter:innen: Ab 17. April zeigt „Foto: Hans Hansen“ internationale Werbekampagnen und freie Arbeiten von einem der bedeutendsten Fotografen der Nachkriegszeit. Im Herbst folgt dann die Retrospektive „Hella Jongerius: Whispering Things“, die das Schaffen der niederländischen Designerin von Textilien, Keramik und Möbel präsentiert.
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