Weihnachtsmüll vor einem Weihnachtsbaum

Der Rest vom Fest: Nach den Weihnachtstagen bleibt meist vor allem viel Müll übrig. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Weihnachtsmüll vermeiden: Vier einfache Tipps für die Feiertage

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Ob Geschenkpapier, Reste vom Festschmaus oder zerbrochene Deko – an den Feiertagen fällt bis zu 20 Prozent mehr Müll an. So lässt sich Weihnachtsmüll reduzieren und richtig entsorgen.

Weihnachtsmüll: Warum an den Feiertagen so viel Abfall entsteht

Beim Schmücken, Backen, Feiern und Schenken entstehen nicht nur schöne Momente, sondern auch jede Menge Müll. Die Initiative „Mülltrennung wirkt“ geht von bis zu 20 Prozent mehr Abfällen in der Weihnachtszeit aus und betont, wie wichtig richtige Mülltrennung ist. Doch wohin mit Geschenkpapier, Essensresten oder Christbaumkugeln? Vier Tipps helfen, Abfall im Advent zu vermeiden.

Geschenkpapier richtig nutzen und entsorgen – Weihnachtsmüll reduzieren

Neue Rollen Geschenkpapier sind hübsch, aber unnötig. Der Verbraucherzentrale Bundesverband rät zu Alternativen wie alten Kalenderblättern, Zeitungen, Magazinen oder Buchseiten. Auch wiederverwendbare Verpackungen wie Schraubgläser, Stofftaschen oder – ein Tipp der DIY Academy – Kissenbezüge, einzelne Socken oder dekorierte Hosenbeine sparen Ressourcen.

Wird Geschenkpapier doch genutzt, entscheidet die Zerreißprobe über die richtige Tonne: Lässt es sich nicht leicht reißen, ist es vermutlich beschichtet und gehört laut Initiative „Mülltrennung wirkt“ in den Restmüll. Unbeschichtetes Papier kommt ins Altpapier. Kunststoffverpackungen wie Folien, Blister oder Luftpolsterfolie wandern in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack.

Festessen clever planen: Reste verwerten statt wegwerfen

An Weihnachten bleibt oft mehr übrig, als man essen kann. Damit weniger in der Tonne landet, empfiehlt die Verbraucherzentrale realistische Portionsgrößen – der Portionsplaner im Netz hilft dabei. Wer vorher über Verwertungsideen nachdenkt, spart zusätzlich Müll.

Beilagen wie Kartoffeln, Klöße oder Nudeln lassen sich gut anbraten oder zu Aufläufen verarbeiten. Schokoweihnachtsmänner eignen sich geschmolzen oder gehackt für Kuchen. Gäste können Reste auch mitnehmen – leere Gläser oder Dosen dienen als Behälter.

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Müssen Lebensmittel doch entsorgt werden, gehören sie laut „Mülltrennung wirkt“ in die Biotonne, egal ob gekocht oder roh. Backpapier und verschmutzte Papierservietten landen wegen ihrer Beschichtung beziehungsweise Verschmutzung im Restmüll.

Weihnachtsdeko lange nutzen – und richtig entsorgen

Wer festliche Deko liebt, sollte auf langlebige Stücke setzen. Weihnachtskugeln aus Glas oder Kunststoff haben eine schlechte Ökobilanz, warnen Verbraucherschützer. Daher gilt: sorgsam behandeln und lange nutzen. Zerbrochene Glaskugeln gehören nicht ins Altglas, sondern in den Restmüll.

Umweltfreundlicher ist Deko aus Naturmaterialien wie Holz, Stroh, Stoff oder Wolle. Von batteriebetriebenem Lichterschmuck rät die Verbraucherzentrale ab – Batterien sind teuer und verursachen zusätzlichen Müll.

Weihnachtsbaum richtig wählen – und korrekt entsorgen

Der klassische Weihnachtsbaum landet meist im Müll. Wer das vermeiden will, kann Tannenzweige dekorieren oder einen Baum im Topf kaufen oder mieten, der nach den Feiertagen weiterwachsen kann. Alternativ bieten sich künstliche Bäume aus Holz oder Kunststoff an – über viele Jahre genutzt, sind sie laut Verbraucherzentrale nachhaltiger als echte Bäume. Wer auf einen geschlagenen Baum setzt, sollte nach ökologisch zertifizierten Exemplaren aus der Region greifen. Hinweise liefert die Aktionsgemeinschaft Robin Wood.

Verbrennen sollten Sie den Baum nicht: Laut Umweltbundesamt ist Stamm- und Astholz nicht ausreichend trocken. Dabei können hohe Staubemissionen und Teerablagerungen entstehen. Besser: die kommunale Weihnachtsbaumabholung nutzen und vorher sämtlichen Schmuck sowie Verpackungsnetze entfernen. (dpa/mp)

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