Finanzen in der Partnerschaft

Besser zu zweit als allein: Finanzthemen sollten Paare im Idealfall gemeinsam angehen. Foto: Christin Klose/dpa

Warum Finanzen in der Partnerschaft gemeinsam geregelt werden sollten

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Versicherungen, Konten, Depots: In vielen Beziehungen kümmert sich nur eine Person um die Finanzen. Fachleute warnen davor – denn im Ernstfall kann das für den anderen schnell zum Problem werden.

Viele (Ehe-)Paare wollen ihr Leben teilen und gemeinsam alt werden. Gerade mit Blick auf den Ruhestand sollte dabei aber ein Fehler vermieden werden: dass nur einer von beiden die Finanzverantwortung trägt.

„Wenn sich innerhalb einer Ehe oder Partnerschaft über Jahre hinweg nur eine Person um Finanzen, Geldanlagen und Vertragsangelegenheiten kümmert, entsteht ein erhebliches Risiko“, sagt Michael Craatz von der Vermögensverwaltung Hansen & Heinrich.

Finanzen in der Partnerschaft: Wenn nur einer den Überblick hat

Wird diese Person pflegebedürftig oder stirbt, kann der bislang nicht eingebundene Partner mit den Finanzen schnell überfordert sein. Dann fehlt laut Craatz oft der Überblick über Konten, Depots, Versicherungen und laufende Verpflichtungen.

Hinzu kommt: Anlage- und Entnahmeentscheidungen müssen plötzlich unter emotionalem Druck getroffen werden. „Das begünstigt Fehlentscheidungen“, so Craatz.

Digitale Übersicht schafft Transparenz

Das Risiko lässt sich nach seinen Worten verringern, wenn beide Partner finanzielle Angelegenheiten frühzeitig gemeinsam angehen. So entsteht Transparenz über alle Vermögenswerte.

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„Besonders hilfreich ist eine zentrale digitale Übersicht über sämtliche Vermögenswerte, Verträge und Ansprechpartner“, sagt Craatz. Eine solche strukturierte und jederzeit zugängliche Dokumentation erleichtere es, sich schnell einen Überblick zu verschaffen und handlungsfähig zu bleiben.

Ergänzend kann es sinnvoll sein, sich bei Finanzen professionell begleiten zu lassen – etwa durch eine Vermögensberaterin. Sie kann auch im Ernstfall unterstützen. (dpa/mp)

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