Steuerberater finden: Mit diesen Tipps steigen Ihre Chancen
Keine Lust, die Steuererklärung selbst zu machen? Oder fehlt schlicht das nötige Know-how? Wer sich derzeit professionelle Hilfe holen will, muss sich auf eine zähe Suche einstellen.
Viele Steuerberater und Lohnsteuerhilfevereine in Deutschland arbeiten seit Jahren an ihrer Belastungsgrenze. Neue Mandanten nehmen sie oft nur noch eingeschränkt auf – oder gar nicht mehr. Das betrifft auch Arbeitnehmer, Rentner und Vermieter, die Unterstützung bei ihrer Steuererklärung suchen. Für viele Steuerzahler wird die Suche damit zunehmend zur Herausforderung, stellt der Bund der Steuerzahler fest.
Steuerberater finden: Früh anfangen statt kurz vor Frist suchen
Der wichtigste Tipp für die Suche: frühzeitig aktiv werden. Wer erst wenige Wochen vor Ablauf einer Frist sucht, hat laut Bund der Steuerzahler oft schlechte Karten.
„Viele Kanzleien planen ihre Kapazitäten langfristig“, sagt Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler. Wer rechtzeitig anfragt, verbessert also seine Chancen.
Vorbereitung ist alles: Unterlagen sortieren und Fall klar beschreiben
Auch der erste Kontakt sollte gut vorbereitet sein. Kanzleien bevorzugen häufig Mandanten, die ihre Unterlagen bereits geordnet haben und ihren Fall klar schildern können.
Hilfreich ist es, direkt zu sagen, worum es geht. Also etwa, ob es sich um eine einfache Arbeitnehmer-Steuererklärung handelt, um Vermietungseinkünfte oder um eine selbstständige Tätigkeit. „Wer direkt mitteilt, ob es sich etwa um eine einfache Arbeitnehmer-Steuererklärung, Vermietungseinkünfte oder eine selbstständige Tätigkeit handelt, erleichtert die Einschätzung“, so Karbe-Geßler.
Auch im Umland suchen
Wer nur in Großstädten sucht, schränkt seine Chancen womöglich unnötig ein. Der Bund der Steuerzahler rät, den Suchradius zu erweitern.
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Kleinere Kanzleien und Lohnsteuerhilfevereine im Umland verfügen teilweise noch über freie Kapazitäten. Zudem setzen immer mehr Steuerberater auf digitale Betreuung und arbeiten bundesweit.
Steuerberater finden: Empfehlungen können Türen öffnen
Auch persönliche Empfehlungen können helfen. Wer im Bekanntenkreis oder in der Familie nachfragt, erfährt womöglich, wer dort die Steuererklärung erstellt.
Eine Anfrage mit Verweis auf einen persönlichen Kontakt kann laut Bund der Steuerzahler Türen öffnen. Gerade bei ausgelasteten Kanzleien kann das ein Vorteil sein.
Lohnsteuerhilfevereine prüfen
Es muss nicht immer ein Steuerberater sein. Für Arbeitnehmer und Rentner kommen auch Lohnsteuerhilfevereine infrage, wenn es um die Erstellung der Steuererklärung geht.
Allerdings dürfen diese Vereine nicht jeden Fall übernehmen. Bei umfangreichen gewerblichen Einkünften oder größeren Vermietungen sind ihre Möglichkeiten begrenzt.
Einzelne Hilfe statt dauerhaftes Mandat
Wer kein dauerhaftes Mandat bekommt, sollte trotzdem weiterfragen. Manche Kanzleien nehmen zwar keine neuen Mandate mehr auf Dauer an. Sie helfen aber bei einzelnen Steuererklärungen oder bei speziellen Fragen. Auch das kann für Steuerzahler eine Lösung sein.
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Wer gar keinen Berater findet, kann sich vorübergehend mit offiziellen Informationsangeboten behelfen. Dazu zählen etwa das Bundeszentralamt für Steuern oder die jeweiligen Landesfinanzverwaltungen. Für einfache Fälle kommen außerdem Steuerprogramme infrage. Sie können zumindest dann helfen, wenn die Steuererklärung überschaubar ist. (dpa/mp)
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