Metalle, Schimmelpilze, Pestizide: Nur jede zehnte Reispackung befand die Stiftung Warentest für «gut».

Metalle, Schimmelpilze, Pestizide: Nur jede zehnte Reispackung befand die Stiftung Warentest für „gut“. Foto: Julian Hilgers/dpa-tmn

Schadstoffe in jedem Reis: Bio-Produkte schneiden im Test kaum besser ab

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Reis ist eine beliebte Beilage – doch ein Test der Stiftung Warentest zeigt: In allen untersuchten Produkten stecken Schadstoffe, allen voran Arsen. Immerhin: Mit der richtigen Zubereitung lässt sich die Belastung senken.

Basmati, Jasmin, Parboiled, Vollkorn oder Rundkorn: Alle Reisarten sind laut Stiftung Warentest mit Schadstoffen belastet. Das zeigt ein Test von 40 Produkten. In ausnahmslos jedem Reis fand die Stiftung das Halbmetall Arsen. Es wird wegen seiner giftigen Eigenschaften oft den Schwermetallen zugeordnet. Arsen gelangt über Böden und Wasser im Anbaugebiet in den Reis.

Schadstoffe in Reis: Auch Kadmium vereinzelt gefunden

Auch Kadmium war vereinzelt enthalten. Offizielle Grenzwerte überschritt im Test zwar keines der 40 Produkte, die Stiftung Warentest schaute aber genauer hin. Sie prüfte Abstufungen und fand deutliche Unterschiede bei der Belastung. Dabei ging es unter anderem um Metalle, Schimmelpilze und Pestizide in den Körnern verschiedener Anbieter.

Schadstoffe in Reis: Nur jede zehnte Packung ist „gut“

Das Fazit fällt ernüchternd aus: Nur jede zehnte Reispackung erreicht die zweitbeste Note „Gut“. Acht Produkte kommen wegen der Schadstoffhöhe nur auf „ausreichend“.

Drei dieser acht Produkte tragen ein Bio-Logo. Alle anderen getesteten Reisprodukte landen mit „befriedigend“ im Mittelfeld.

Das sind die Testsieger

Zu den „guten“ Testsiegern gehören vier Produkte. Der „K-Classic Langkorn Parboiled Reis“ von Kaufland erhielt die Note 2,3. Ebenfalls mit 2,3 schnitt der „Vollkorn Bio Jasmin Reis“ von Reishunger ab. Der „Pure Original Basmati“ von Tilda bekam die Note 2,4. Der „Basmati“ von Akash erreichte 2,5.

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Arsen lässt sich in Reis nicht komplett vermeiden. Beim Arsengehalt schneidet Basmatireis insgesamt noch am besten ab. Die gute Nachricht: Bei der Zubereitung lässt sich der Schwermetallgehalt im Reis verringern. Roher Reis sollte vor dem Kochen gewaschen werden. Am besten spült man die Körner so lange, bis das Wasser klar ist.

Schadstoffe in Reis: Erst kochen, dann quellen lassen

Auch das Kochen mit viel Wasser kann helfen. Die Stiftung Warentest rät dazu, das Kochwasser später abzugießen.

Konkret empfohlen wird: Den Reis zunächst fünf Minuten in der vierfachen Menge Wasser kochen. Danach das Wasser abgießen und durch frisches Wasser ersetzen – diesmal in der zweifachen Menge. Anschließend den Reis garen, bis das Wasser aufgesogen ist.

Laut einer Studie sinkt der Arsengehalt dadurch in Vollkornreis um 54 Prozent. In weißem Reis soll er sogar um 73 Prozent zurückgehen, wie die Stiftung Warentest mitteilt.

Experten raten zu weniger Reis

Die Experten empfehlen, Reis nicht täglich zu essen. Stattdessen sollte er nur ein- bis zweimal pro Woche auf den Teller kommen.

Das hilft auch der Umwelt. Denn Reis hat im Vergleich zu heimischen, stärkehaltigen Beilagen wie Dinkel oder Grünkern einen hohen CO₂-Fußabdruck. (dpa/mp)

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