Die Filter von Lüftungsanlagen sollten alle sechs Monate gereinigt und nach einem Jahr ausgetauscht werden.

Die Filter von Lüftungsanlagen sollten alle sechs Monate gereinigt und nach einem Jahr ausgetauscht werden. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Saubere Luft im Haus: So bleiben Lüftungsfilter frei von Staub

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Lüftungsanlagen können das Schimmelrisiko im Haus senken. Dafür müssen ihre Filter sauber bleiben – mit wenigen Handgriffen schafft man das meist selbst.

Sie sollen feuchte, verbrauchte Luft gegen frische austauschen: Lüftungsanlagen können laut dem Informationsprogramm „Zukunft Altbau“ dazu beitragen, das Schimmelrisiko im Haus zu senken. Dabei seien sie besser als ihr Ruf. Das Vorurteil, Lüftungsanlagen würden Keime und Schadstoffe in den Räumen aufwirbeln, sei nicht richtig.

Wichtig ist aber: Die Filter der Anlage müssen regelmäßig gereinigt werden. Nur dann funktioniert die Lüftungsanlage richtig – und bei Anlagen, die auch die Zuluft filtern, kommt genug frische Luft ins Haus.

Lüftungsanlage Filter reinigen: Wie oft ist das nötig?

Wie oft die Reinigung notwendig ist, hängt vom jeweiligen Produkt ab. Auch die eigene Wohnung spielt eine Rolle.

Nach Angaben der Verbraucherzentralen verstopfen Filter je nach Staubaufkommen und Pollenbelastung unterschiedlich schnell.

Als Faustregel nennt „Zukunft Altbau“: Filter alle sechs Monate reinigen, nach einem Jahr austauschen.

Lüftungsanlage: Automatische Kontrolle der Filter kann helfen

Einige Anlagen haben eine automatische Filterüberwachung. Dabei wird der Zustand der Filter geprüft.

Die Anlage soll den Bewohnerinnen und Bewohnern dann rechtzeitig eine Meldung geben. Eine zeitabhängige Filterüberwachung, wie sie viele Hersteller integrieren, ist nach Einschätzung der Verbraucherzentralen dagegen nur die zweitbeste Lösung.

Filter reinigen: So geht es in drei Schritten

Die gute Nachricht: In der Regel können Bewohner die Filter selbst reinigen. Dafür reicht meist ein Staubsauger. Zuerst wird das Lüftungsgerät abgestellt und geöffnet. Bei zentralen Anlagen gibt es dafür eine Wartungsklappe am Lüftungsgerät. Bei dezentralen Anlagen öffnet man die Innenblende des jeweiligen Wandgeräts.

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Dann wird der alte Filter herausgezogen und abgesaugt. Gibt es bei kleinen Abluftventilatoren im Bad gar keinen Filter, kann stattdessen das Gitter abgesaugt werden.

Zum Schluss wird der gereinigte Filter wieder eingesetzt. Danach die Klappe schließen und die Anlage erneut starten.

Warum auch das Rohrsystem zählt

Bei zentralen Lüftungsanlagen ohne Filter an der Absaugöffnung im Raum sollte ein Filter ergänzt werden, rät „Zukunft Altbau“. So bleibt das Rohrsystem möglichst sauber. Der Grund: Der Abluftstrang saugt kontinuierlich Staub an, der sich in der Luft befindet. Ohne Filter wird die Abluftleitung mit Staub belastet. Auch am Wärmetauscher des zentralen Lüftungsgeräts kann sich dann immer mehr Staub ablagern. Dieser müsste aufwendig gereinigt werden. Den Abluftfilter an der Absaugöffnung zu reinigen, ist deutlich einfacher.

Gut zu wissen: Das Rohrsystem der Anlage sollte alle fünf bis zehn Jahre von Profis gereinigt werden – auch dann, wenn ein Filter vorhanden ist. (dpa/mp)

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