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„Öko-Test“: Warum viele Eltern bei Junior-Zahnpasta umdenken werden

Kind putzt grinsend die Zähne mit bunter Zahnbürste
Gute Junior-Zahnpasta muss nicht teuer sein. Die günstigsten Zahncremes gehen mit der besten Note aus dem Test hervor.

Mit den ersten bleibenden Zähnen wird der Wechsel zur Junior-Zahncreme sinnvoll. Ein neuer Test zeigt: Ausgerechnet die besonders preiswerten Eigenmarken überzeugen – ein Produkt fällt dagegen komplett durch.

Wenn die Milchzähne ausfallen, ändert sich in vielen Familien auch der Inhalt des Badezimmerschranks. Statt Kinderzahnpasta kommt nun häufig eine Junior-Zahnpasta zum Einsatz.

Diese Produkte enthalten etwas mehr Fluorid als Zahncremes für kleinere Kinder. Das ist wichtig, weil der Zahnschmelz der bleibenden Zähne anfangs noch nicht vollständig ausgereift ist und zusätzlichen Schutz vor Karies gebrauchen kann.

Junior-Zahnpasta im „Öko-Test“: Elf Produkte sind „sehr gut“

Die Zeitschrift „Öko-Test“ hat für ihre Ausgabe 8/2026 insgesamt 20 Junior-Zahnpasten untersucht. Die meisten Produkte schnitten dabei überzeugend ab.

Elf Zahncremes erhielten die Bestnote „sehr gut“. Dazu gehören auch alle günstigen Eigenmarken aus Supermärkten und Drogerien.

Die preiswertesten Produkte kosten lediglich 25 Cent pro 50 Milliliter. Eltern können bei der Junior-Zahnpasta demnach guten Gewissens zu günstigen Angeboten greifen.

Junior-Zahnpasta im „Öko-Test“: Fast alle enthalten genug Fluorid

Nahezu alle getesteten Junior-Zahncremes weisen laut Deklaration einen Fluoridgehalt von 1450 ppm auf. Das entspricht den aktuellen Empfehlungen verschiedener Fachgesellschaften zur Vorbeugung von Karies.

Ein Produkt verfolgt allerdings einen anderen Ansatz. Es verzichtet vollständig auf Fluorid und setzt beim Kariesschutz stattdessen ausschließlich auf Hydroxylapatit.

Die Tester bewerteten diese Zahncreme mit „ungenügend“. Die bisherige Studienlage zu Hydroxylapatit sei aus ihrer Sicht noch nicht ausreichend, um beim Kariesschutz allein auf diesen Stoff zu vertrauen.

Es gibt zwar erste Hinweise auf eine zahnschützende Wirkung. Gesundheitsgefahren sind nicht bekannt, allerdings fehlt nach Einschätzung der Tester noch weitere breit angelegte Forschung.

Dieser Schaumbildner reizt möglicherweise

Bei einer weiteren Junior-Zahncreme kritisierte „Öko-Test“ den aggressiven Schaumbildner Natriumlaurylsulfat. Auf der Zutatenliste ist der Stoff auch unter der englischen Bezeichnung „Sodium Lauryl Sulfate“ zu finden.

Der Inhaltsstoff kann die Mundschleimhaut reizen. Das kann besonders für Kinder im Zahnwechsel unangenehm sein, deren Zahnfleisch ohnehin strapaziert ist.

Für den problematischen Schaumbildner gab es deutlichen Punktabzug. Die Zahncreme erhielt nur die Note „ausreichend“.

Eltern sollten bis acht nachputzen

Während des Zahnwechsels gilt weiterhin die bekannte Faustregel: Kinder sollten ihre Zähne zweimal täglich für mindestens zwei Minuten putzen.

Auch wenn Grundschulkinder immer sicherer mit der Zahnbürste umgehen, sollten Eltern die Kontrolle nicht zu früh abgeben. Fachleute empfehlen, ungefähr bis zum achten Geburtstag nachzuputzen. (dpa/mp)

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