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Kunden-Abzocke?: Schwere Vorwürfe gegen Edeka, Supermarkt reagiert sofort

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Um diese Flocken geht es: Porridge Klassik und die Haferflocken Extra zart.

Foto:

Scholz

Hamburg -

Gesunde Ernährung kommt immer mehr in Mode. Trend-Food ist in – aber in den meisten Fällen auch teurer. Dabei gibt es auch immer günstige Alternativen.

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Die Lebensmittel-Organisation „Foodwatch“ prangert deshalb Edeka an. Da gibt es die 500-Gramm-Packung „Haferflocken Extra Zart“ der Eigenmarke „Gut & Günstig“ für preiswerte 49 Cent. Deutlich teurer wird das Lebensmittel unter dem Namen Porridge, ebenfalls von der Eigenmarke „Gut & Günstig“, allerdings nur 350 Gramm für 99 Cent verkauft.

Doch bei dem „Porridge Klassik“ handelt es sich um die gleichen fein geschnittenen Haferflocken, mit den exakt gleichen Nährwerten. Warum also soll der Kunde für das gleiche Produkt, das zudem in einer umweltunfreundlicheren Plastiktüte verpackt ist, mehr zahlen?

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Schließlich handelt es sich auch bei der Portion Porridge um einfachen Haferschleim, bei dem die Flocken mit Milch oder Wasser aufgekocht werden. Mit entsprechenden Toppings wie Beeren ist das eine gesunde und nahrhafte Mahlzeit am Morgen.

Das sagt Edeka zu den Vorwürfen von Foodwatch

Edeka weist den Vorwurf von Foodwatch zurück und erklärt auf unsere Anfrage: „Der Preis eines Produktes hängt nicht allein von den Rohstoffen ab, sondern auch vom Aufwand bei ihrer Verarbeitung. Für das Porridge werden spezielle Schälgrade verwendet, was den Herstellungsprozess deutlich aufwändiger macht. Im Ergebnis sind diese Flocken besonders quellfähig, so dass der Verbraucher sie bereits nach fünf Minuten (wie auf der Verpackung angegeben) verzehren kann.“

Wie Presesprecherin Kerstin Hastedt weiter mitteilt, müssten die klassischen Haferflocken im Unterschied dazu langsam geköchelt werden, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Heißt: Wer Zeit sparen will, muss mehr bezahlen. Das ist bei anderen Lebensmitteln nicht anders. Fertigprodukte sind in der Regel teurer, als die Ware selbst zuzubereiten.

Wer zu welchem Lebensmittel greift, bleibt schließlich jedem Kunden vorbehalten.

Das antworten Kunden auf den Foodwatch-Vorwurf 

Das sehen auch die meisten User unter dem Foodwatch-Tweet ganz nüchtern:

Weil es Menschen gibt die mehr bezahlen weil es #Porridge ist. :) Und die fühlen sich auch noch gut damit. Ich würde sagen #Edeka hat alles richtig gemacht (die wollen ja schließlich Geld verdienen - ist ja ein legitimes Ansinnen).

— FoxMiq (@FoxMiqFM) 8. Juli 2019

Ich habe mir sagen lassen das die Haferflocken sehr viel härter sind und dieses Porridge sich sehr viel besser in Milch auflöst. Aber ob das die Preisdifferenz rechtfertigt href="https://twitter.com/JapeltTommy/status/1148591965564473344?ref_src=twsrc%5Etfw">9. Juli 2019

Wenns 'nebeneinander' steht / angeboten wird, haben die KundInnen die freie Wahl. Der Versuch ist nicht strafbar - #Dummheit schon. Alleine schon der #Plastikmüll drumrum müsste vom Kauf abhalten. #Edeka #Haferflocken #Porridge #Plastikmuell

— Ellen Maurer (@EMauGe) 8. Juli 2019

Aber ganz ehrlich. Edeka verkauft Lebensmittel und verdient damit Geld, gerne soviel wie möglich. Aber ein Mindestmaß an Verstand darf vom Verbraucher auch erwartet werden. Wer eben nur Porridge isst und Haferflocken nicht mag, muß mehr bezahlen.

— derJ (@JoergFau) 9. Juli 2019

Das liegt daran,das die Menschheit, kaum noch etwas selber machen kann.Porridge selber machen aus Haferflocken. Die Leute kaufen lieber etwas,wo der Name schon gut klingt.

— Münsterline (@munsterline) 10. Juli 2019

Was allerdings ebenfalls von Kunden gefordert wird, sind mehr Transparenz und deutlichere Kennzeichnungen auf den Verpackungen. 

(susa)