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Kirschjoghurt im Test: Viel Zucker, aber oft kaum Frucht

Hand hält Kirschjoghurtbecher, daneben ein Löffel mit cremigem Joghurt.
Ein Sommerklassiker im Check: Die Testergebnisse zeigen, dass viele Kirschjoghurts beim Fruchtanteil nicht überzeugen können.

Saftige Kirschen auf dem Becher, große Versprechen beim Geschmack: Stiftung Warentest hat 20 Kirschjoghurts untersucht. Viele schmecken gut – doch bei Fruchtanteil, Pestiziden und Kennzeichnung gibt es Auffälligkeiten.

Auf den Verpackungen versprechen Hersteller ein „fruchtig-rotes Sommervergnügen“ oder „Fruchtgenuss für alle Sinne“. Tiefrote Kirschen versinken auf den Bildern scheinbar im cremigen Joghurt.

Doch wie viele Früchte stecken tatsächlich darin? Stiftung Warentest hat für die Ausgabe 8/2026 insgesamt 20 Produkte untersuchen und verkosten lassen.

Kirschjoghurt im Test: 14 Produkte schneiden gut ab

Geprüft wurden Kirschjoghurt, Kirschsahnejoghurt und Joghurt griechischer Art mit Kirschen. Das Ergebnis fällt überwiegend positiv aus.

14 der 20 Produkte erhielten die Note „gut“. Fünf Becher schnitten mit „befriedigend“ ab, ein Produkt erreichte nur ein „ausreichend“.

Kirschjoghurt im Test: Das sind die Testsieger

Die beste Gesamtnote holte der Sahne-Joghurt von Milbona. Das Lidl-Produkt kostet 0,26 Euro pro 100 Gramm.

Bei den Kirschjoghurts ohne Sahne liegt „Müller mit der Ecke“ knapp vorn. Der Preis beträgt 0,59 Euro pro 100 Gramm.

Bester Joghurt griechischer Art mit Kirschen ist Lyttos von Aldi. Er kostet 0,27 Euro pro 100 Gramm.

Als Preis-Leistungs-Sieger überzeugte der „Milsani Alpighurt“ von Aldi. Mit 0,19 Euro pro 100 Gramm kostet er nicht einmal ein Drittel so viel wie das teuerste Produkt im Test.

Teilweise nur sechs Prozent Frucht

Wer besonders viele Kirschen erwartet, muss laut den Testern möglicherweise selbst Früchte in den Joghurt schneiden. Einige Produkte erreichen lediglich den Mindestfruchtgehalt für Fruchtjoghurt von sechs Prozent.

Im Durchschnitt liegt der Kirschanteil laut Zutatenlisten bei rund zehn Prozent. Da sich der Fruchtgehalt analytisch nicht bestimmen lässt, floss er allerdings nicht in die Bewertung ein.

Viele Hersteller helfen beim Geschmack und bei der Farbe mit Aromastoffen und färbenden Pflanzenkonzentraten nach. Zum Einsatz kommen etwa Holunder, Trauben oder Rote Bete.

Dass es auch ohne zusätzliche Aromen und Farbstoffe geht, zeigt der Feinjoghurt Kirsche von Mövenpick. Er enthält 16 Prozent Kirschen und kostet 0,66 Euro pro 100 Gramm.

Pestizide in konventionellen Produkten

In allen konventionell hergestellten Kirschjoghurts fanden die Tester Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Besonders häufig wurde der Wirkstoff Captan nachgewiesen, der Pilzkrankheiten vorbeugen soll.

Die gemessenen Mengen lagen unterhalb der gesetzlichen Höchstwerte. Captan steht nach Angaben von Stiftung Warentest allerdings im Verdacht, krebserregend zu sein.

Die drei Bio-Kirschjoghurts im Test waren frei von Pestizidrückständen.

Kirschjoghurt im Test: Alle Produkte enthalten viel Zucker

Auch beim Zuckergehalt sehen die Tester Kritikpunkte. Sämtliche untersuchten Joghurts enthalten reichlich Zucker. Der Anteil liegt zwischen 9,3 und 13,3 Prozent.

Unklare Angaben auf den Bechern

Bei einigen Produkten bemängelten die Tester außerdem die Kennzeichnung. So kann etwa von einer „Fruchtzubereitung aus Deutschland“ die Rede sein, obwohl die verwendeten Kirschen aus Polen stammen.

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