Ratgeber
Flughafen Hamburg: Diese zehn Gepäckfehler kosten Urlauber Zeit und Geld
Vom Handgepäck über Flüssigkeiten bis zum Sperrgepäck: Wer die Regeln vor dem Abflug kennt, spart sich Stress an der Sicherheitskontrolle und beim Check-in.
Die Vorfreude auf den Urlaub ist groß – doch schon beim Packen entscheidet sich oft, ob der Start entspannt oder hektisch wird. Denn neben den Sicherheitsvorschriften haben viele Fluggesellschaften eigene Vorgaben für Größe, Gewicht und Anzahl der Gepäckstücke. Wer diese nicht beachtet, riskiert Nachzahlungen oder Verzögerungen am Flughafen. Der Hamburg Airport empfiehlt deshalb, sich spätestens vor Reiseantritt noch einmal bei der jeweiligen Airline über die geltenden Bestimmungen zu informieren.
1. Handgepäck: Nicht jede Airline erlaubt gleich viel
Die erlaubten Maße und das zulässige Gewicht unterscheiden sich teils deutlich. Viele Fluggesellschaften orientieren sich zwar an einer Größe von 56 × 45 × 25 Zentimetern, verbindlich ist diese jedoch nicht. Wer mit mehreren Airlines unterwegs ist, sollte die jeweiligen Vorgaben einzeln prüfen. Aktuell empfiehlt der Hamburg Airport außerdem, möglichst nur ein Handgepäckstück mitzunehmen.
2. Bei Flüssigkeiten bleibt die 100-Milliliter-Regel bestehen
Shampoo, Sonnencreme oder Parfüm dürfen nur in Behältern mit maximal 100 Millilitern ins Handgepäck. Diese müssen gemeinsam in einen transparenten, wiederverschließbaren Ein-Liter-Beutel passen – pro Reisendem ist nur ein solcher Beutel erlaubt. Duty-Free-Einkäufe bilden eine Ausnahme: Sie dürfen in den versiegelten Sicherheitstüten der Shops mit an Bord genommen werden.
3. Nicht alles gehört in den aufgegebenen Koffer
Wichtige Dokumente, Medikamente und Wertsachen sollten grundsätzlich im Handgepäck transportiert werden. Gleichzeitig rät der Flughafen, jeden Koffer außen und zusätzlich auch innen mit Namen und Anschrift zu kennzeichnen. Alte Gepäckanhänger und Aufkleber früherer Flüge sollten vor dem Check-in entfernt werden, damit es nicht zu Verwechslungen kommt.
4. Vorsicht bei Feuerzeugen, Messern und Rasierern
Benzinfeuerzeuge sind sowohl im Handgepäck als auch im aufgegebenen Gepäck verboten. Ein Gas- oder Einwegfeuerzeug darf dagegen am Körper mitgeführt werden. Bei Rasierern und scharfen Gegenständen gelten unterschiedliche Regeln: Kleine Taschenmesser mit einer Klingenlänge bis sechs Zentimeter oder kleine Nagelscheren sind erlaubt, lose Rasierklingen und Rasiermesser dagegen nicht.
5. Medikamente dürfen meist mit – manchmal nur mit Nachweis
Tabletten stellen im Handgepäck in der Regel kein Problem dar. Flüssige Medikamente, Spritzen oder Salben können jedoch unter besondere Vorschriften fallen. Wer sie während der Reise benötigt, sollte Rezept oder ärztliche Bescheinigung bereithalten und diese bei der Sicherheitskontrolle unaufgefordert vorzeigen.
6. Self-Bag-Drop spart Wartezeit
Wer bereits online oder am Automaten eingecheckt hat und eine Bordkarte besitzt, kann bei vielen Airlines sein Gepäck selbst aufgeben. Am Hamburg Airport stehen dafür insgesamt 30 Self-Bag-Drop-Automaten in beiden Terminals bereit. Das Gepäck wird automatisch gewogen, vermessen und eingecheckt – die Quittung sollte anschließend unbedingt aufbewahrt werden, da sie im Fall eines Gepäckverlusts benötigt wird.
7. Sperrgepäck gehört an einen anderen Schalter
Nicht jedes Gepäckstück darf über das normale Förderband. Überschreiten Koffer bestimmte Maße oder ein Gewicht von 40 Kilogramm, handelt es sich um Sperrgepäck. Auch Kinderwagen, Fahrräder, Musikinstrumente, Ski- oder Surfausrüstung sowie Rucksäcke mit Riemen oder Laschen müssen am Sperrgepäckschalter abgegeben werden. Welche Kosten dafür anfallen, legt die jeweilige Fluggesellschaft fest.
8. Für USA-Flüge gelten zusätzliche Vorschriften
Wer direkt oder mit Umstieg von Europa in die USA fliegt, darf Pulver oder pulverähnliche Stoffe im Handgepäck grundsätzlich nur bis zu einer Menge von 350 Millilitern mitführen. Ausnahmen gelten unter anderem für Medikamente und Babynahrung. Der Hamburg Airport empfiehlt, entsprechende Produkte möglichst direkt im Aufgabegepäck zu verstauen.
9. TSA-Schlösser sind die bessere Wahl
Wer seinen Koffer abschließen möchte, sollte auf ein TSA-zertifiziertes Schloss setzen. Diese können Sicherheitsbehörden bei Kontrollen öffnen, ohne das Schloss zu beschädigen. Von herkömmlichen Vorhängeschlössern rät der Flughafen dagegen ab.
10. Der wichtigste Tipp kommt noch vor dem Abflug
Viele Probleme lassen sich vermeiden, bevor es überhaupt zum Flughafen geht. Der Hamburg Airport empfiehlt, sich bereits bei der Buchung – spätestens aber vor der Anreise – über die Gepäckbestimmungen der eigenen Airline und über die Einfuhrvorschriften des Reiseziels zu informieren. So bleiben unangenehme Überraschungen am Check-in oder an der Sicherheitskontrolle meist aus.
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