Steigende Kosten: Viele Menschen in Deutschland machen sich Sorgen um ihre finanzielle Situation.

Steigende Kosten: Viele Menschen in Deutschland machen sich Sorgen um ihre finanzielle Situation. Foto: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa-tmn

Finanzielle Engpässe: Diese Fehler sollten Sie jetzt auf keinen Fall machen

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Steigende Preise wegen des Iran-Kriegs setzen viele Haushalte unter Druck. Eine Schufa-Umfrage zeigt: Viele Menschen fürchten um ihre Rücklagen oder haben schon keine mehr – jetzt kommt es darauf an, die richtigen Prioritäten zu setzen.

Viele Menschen in Deutschland spüren die höheren Lebenshaltungskosten inzwischen direkt im Alltag. Der Iran-Krieg hat das Leben verteuert, bei immer mehr Haushalten wächst deshalb die Sorge, mit dem vorhandenen Geld nicht mehr auszukommen.

Wie groß die Unsicherheit ist, zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Auskunftei Schufa unter 1000 Befragten. 36 Prozent fürchten, dass ihre finanziellen Polster nicht ausreichen. 16 Prozent haben ihre Rücklagen bereits aufgebraucht, 22 Prozent hatten von vornherein keine. Gerade in solchen Situationen treffen Verbraucherinnen und Verbraucher laut Experten oft vorschnelle Entscheidungen. Genau davor warnen die Verbraucherzentralen.

Finanzielle Engpässe: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen

Grundsätzlich gilt: Wer knapp bei Kasse ist, sollte sich weder von Kreditgebern noch von Inkassounternehmen unter Druck setzen lassen. „Entscheiden Sie nach objektiven Kriterien, was für Sie im Moment absolut wichtig ist“, raten die Verbraucherzentralen. Entscheidend ist also nicht, wer am lautesten mahnt. Entscheidend ist, welche Ausgaben für die eigene Existenz wirklich unverzichtbar sind.

Diese Fehler sollten Sie jetzt vermeiden

Wer Geldsorgen hat, sollte den Dispokredit nicht ausreizen. Der Dispo kann zwar kurzfristig helfen, um einen Engpass zu überbrücken. Er ist aber ein teurer Überziehungskredit mit oft hohen Zinsen und sollte deshalb möglichst nicht ausgeschöpft werden.

Auch auf vermeintlich schnelle Hilfe durch dubiose Kleinkredite sollten Betroffene nicht hereinfallen. Gerade unseriöse Kreditvermittler locken in schwierigen Situationen mit schnellen Lösungen. Im schlimmsten Fall gibt es am Ende gar keinen Kredit, sondern nur eine Rechnung – etwa für eine Prepaid-Kreditkarte mit zusätzlichen Abo-Kosten.


Hier finden Sie Hilfe

Wer Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, sollte möglichst früh Hilfe suchen. Kostenlose oder günstige Schuldnerberatung gibt es bei staatlich anerkannten Stellen, etwa bei Wohlfahrtsverbänden, Kommunen oder Verbraucherzentralen.

Beratungsangebote in der Nähe finden Betroffene auf der Website meine-schulden.de.


Vorsicht ist auch bei angeblich lukrativen Nebenjobs geboten. Angebote für schnelles Geld mit einfachen Aufgaben im Homeoffice wirken zwar verlockend, sind aber oft unseriös. Die Folgen können Identitätsdiebstahl oder finanzielle Verluste sein, etwa durch Vorkasse-Betrug.

Kritisch geprüft werden sollte außerdem eine Umschuldung. Wer laufende Kreditraten nicht mehr zahlen kann, sollte nicht unüberlegt einen neuen Kredit abschließen, um den alten abzulösen. Nach Einschätzung der Verbraucherzentralen ist das nur in wenigen Fällen sinnvoll.

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Auch wichtige Verträge sollten nicht vorschnell gekündigt werden. Riester-Verträge oder Lebensversicherungen sollten Verbraucher nicht übereilt auflösen, sondern vorher Alternativen wie eine Beitragsreduzierung oder Beitragsfreistellung prüfen. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte nur im absoluten Notfall gekündigt werden.

Diese Zahlungen haben jetzt Vorrang

Reicht das Geld nicht mehr für alle Ausgaben, sollten Verbraucher ihre Zahlungen klar priorisieren. Die Verbraucherzentralen raten dazu, sich zunächst einen Überblick über alle offenen Rechnungen zu verschaffen.

Danach sollte entschieden werden, was für die Sicherung der eigenen Existenz notwendig ist. Dazu zählen vor allem Miete, Energiekosten und Lebensmittel. (dpa/mp)

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