Ratgeber
CSD rund um Hamburg: Diese Paraden finden 2026 statt
Bis zum CSD in Hamburg Anfang August wird bereits in vielen norddeutschen Städten demonstriert und gefeiert. Ob Ahrensburg, Quickborn oder Kiel: Hier finden in den kommenden Wochen Paraden statt.
Für Sichtbarkeit, gleiche Rechte und gegen Diskriminierung – dafür ziehen am Christopher Street Day (CSD) in diesem Sommer wieder Tausende Menschen durch die Straßen. Am 16. Mai begann die CSD-Saison in Parchim (Mecklenburg-Vorpommern). Auch in Pinneberg, Lüneburg oder Norderstedt fanden bereits Paraden statt. In Hamburg wird hingegen erst Anfang August demonstriert. Eine Auswahl anstehender Paraden im Norden.
Seinen Ursprung hat der Christopher Street Day in den Stonewall-Protesten von 1969 in New York. Damals wehrten sich queere Menschen gegen Polizeigewalt und Diskriminierung. Heute gilt der CSD als Demonstration und Feier für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen – und als Zeichen für eine offene Gesellschaft. In über 40 Städten finden in diesem Jahr Paraden statt.
Am 27. Juni wird in mehreren Städten demonstriert
Am 27. Juni gehen in Ahrensburg zum ersten Mal Menschen beim CSD auf die Straße. Unter dem Motto „Vielfalt sichtbar machen“ startet die Demonstration um 15 Uhr am JuKi Ahrensburg und führt quer durch die Stadt. Geplant sind eine Zwischenkundgebung am Rondeel sowie ein Abschlussprogramm. Begleitet wird der Umzug von Fahrzeugen mit Musik – so sollen auch bewegungseingeschränkte Menschen teilnehmen können.
Ebenfalls am 27. Juni zieht in Quickborn zum zweiten Mal der CSD durch die Stadt. Das Motto lautet: „Jetzt erst recht – Queere Selbstbestimmung erkämpfen!“. Los geht es um 14.00 Uhr auf dem Rathausplatz mit Reden, Livemusik und Infoständen, bevor die Demonstration durch Quickborn startet. Das Ende der Demonstration ist für 16 Uhr angesetzt.
Auch in Stade wird am 27. Juni ab 12 Uhr demonstriert und gefeiert. Nach einer Kundgebung auf dem Platz „Am Sande“ zieht der Demonstrationszug durch die Innenstadt. Anschließend stehen ab circa 16 Uhr Live-Musik und eine Aftershow-Party auf dem Programm.
CSD in Norddeutschland – die Termine in Schwerin, Kiel und Hamburg
Ein Jubiläum feiert am 4. Juli Schwerin: Dort findet der 20. Christopher Street Day statt. Neben einer Demonstration durch die Innenstadt sind ein Straßenfest und ein zweiwöchiges Kulturprogramm geplant – mit Workshops, Filmabenden und einem Freitagscafé. Weitere Informationen zum Ablauf und Programm folgen laut „CSD Schwerin e. V.“ noch.
In Kiel steht der CSD am 11. Juli unter dem Motto „Sichere Häfen für alle!“. Die Demonstration startet um 12 Uhr am Wilhelmplatz, anschließend folgt ab 14 Uhr ein Straßenfest auf dem Rathausplatz. Der CSD ist Teil der queeren Kulturwochen, die vom 27. Juni bis 12. Juli, mit Filmen, Kreativtreffen und Veranstaltungen in Kiel stattfinden.
Einer der größten CSDs Norddeutschlands findet in Hamburg im Rahmen der Pride Week vom 25. Juli bis 2. August statt: Am 1. August ziehen wie in den Vorjahren wieder Tausende Menschen durch die Innenstadt. In diesem Jahr lautet das Motto: „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“. Von 12.00 Uhr bis 16.30 Uhr ziehen mehr als 100 Gruppen, Trucks und Fahrzeuge von der Lübecker Straße über die Mönckebergstraße bis zur Lombardsbrücke. Jährlich kommen rund 250.000 Menschen aus ganz Europa nach Hamburg.
Auch im August und Oktober finden noch Paraden statt
Weiter geht die Saison: Am 15. August findet der CSD in Lübeck statt. Ab 12 Uhr zieht der Protest vom Markt vorbei am Holstentor- und Lindenplatz zurück zum Markt. Auch hier folgen noch genauere Informationen der Veranstalter in den kommenden Wochen.
Bremen folgt am 22. August unter dem Motto „Generationen voller Pride – glücklich, sichtbar, stark“. Die Hansestadt will gemeinsam ein starkes Zeichen für Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung setzen. Die Demoroute und der Kundgebungsplatz sind jedoch bislang noch in Planung.
Den Abschluss der norddeutschen CSD-Saison bildet am 10. Oktober der „Herbst Pride Norden“. Dort soll erneut für die Sichtbarkeit queerer Menschen – besonders im ländlichen Raum – demonstriert werden. Los geht es zum dritten Mal um 14 Uhr auf dem Marktplatz Norden. (mp)
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