Stromausfall: So sind Sie auf den Ernstfall vorbereitet
Kein Strom, kein Wasser, kein Internet: Was tun, wenn ein Stromausfall den Alltag komplett lahmlegt, wie derzeit in Berlin? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz erklärt, was Haushalte unbedingt vorbereiten sollten. Die Vorkehrungen seien vergleichbar mit dem Packen für eine Expedition in ein unerschlossenes Gebiet.
Ein Stromausfall kommt meist plötzlich – und legt alles lahm. Das Licht bleibt aus, der Herd kalt, die Heizung springt nicht an. Kartenzahlung, Internet und mitunter sogar die Wasserversorgung brechen weg. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät deshalb, sich frühzeitig auf solche Lagen vorzubereiten. Das Ziel: Grundlegende Bedürfnisse sollen auch ohne Strom abgedeckt werden können.
Stromausfall: Wasser und Lebensmittel rechtzeitig einplanen
Ohne Strom können Wasserwerke nicht arbeiten. Im Ernstfall kommt also auch kein Wasser mehr aus der Leitung. Das BBK empfiehlt, pro Person rund zwei Liter Wasser am Tag für Trinken und Kochen bereitzuhalten – idealerweise für etwa zehn Tage.
Auch bei Lebensmitteln gilt: haltbar, unkompliziert, ohne Kühlung. Gut geeignet sind Konserven, eingelegtes Obst und Gemüse, Nüsse, Trockenfrüchte oder Müsliriegel. Wer sich ohne großen Aufwand versorgen kann, ist klar im Vorteil.
Kochen und Heizen ohne Strom
Wenn der Herd kalt bleibt, braucht es Alternativen. Für die Wohnung eignen sich laut BBK etwa Fondue-Sets mit Brennpaste oder Stövchen, um Speisen aufzuwärmen. Campingkocher oder Gasgrills gehören ausschließlich nach draußen.
Generell gilt: Vorsicht bei offenem Feuer. In geschlossenen Räumen droht Kohlenmonoxidvergiftung. CO-Melder erhöhen die Sicherheit. Auch gas- oder petroleumbetriebene Heizgeräte dürfen nur genutzt werden, wenn sie ausdrücklich für Innenräume zugelassen sind.
Fällt die Heizung aus, helfen oft schon einfache Mittel: warme Kleidung, Decken, Schlafsäcke. Am besten hält man sich in einem Raum auf und schließt die Türen, damit die Wärme nicht entweicht.
Licht, Information und Kommunikation
Für den Fall der Dunkelheit sollten Taschenlampen und Ersatzbatterien griffbereit liegen. Kerzen können zwar helfen, bergen aber Brandgefahr und sollten niemals unbeaufsichtigt brennen. Feuerwehren raten grundsätzlich zu Taschenlampen.
Da Internet und Fernsehen bei Stromausfällen meist nicht mehr funktionieren, ist ein batteriebetriebenes oder kurbelbetriebenes Radio besonders wichtig. So bleiben amtliche Warnungen und Informationen erreichbar. Sinnvoll ist auch eine handschriftliche Liste mit wichtigen Telefonnummern. Eine geladene Powerbank kann helfen, das Handy zumindest für Notfälle einsatzbereit zu halten.
Bargeld und medizinische Vorsorge
Ohne Strom bleiben Geldautomaten oft außer Betrieb, Kartenzahlung ist dann keine Option. Eine Bargeldreserve im Haus gehört deshalb zur Grundvorsorge.
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Ebenso wichtig ist die medizinische Versorgung. Das BBK empfiehlt, notwendige persönliche Medikamente für mindestens zehn Tage vorrätig zu haben. Menschen, die auf elektrische Hilfsmittel wie Hörgeräte angewiesen sind, sollten Ersatzbatterien oder geladene Akkus bereithalten.
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