Ratgeber

Schluss mit dem Summen! Das hilft gegen Stubenfliegen und Fruchtfliegen im Haus

Gemeine Stubenfliege im Makro auf hellem Untergrund, frontal mit großen Facettenaugen.
Die gemeine Stubenfliege ist harmlos – aber nervig.

Sie summen durch die Küche, sitzen auf Obst und vermehren sich rasant: Stubenfliegen und Fruchtfliegen können im Sommer eine echte Plage werden. Diese Mittel helfen gegen die Insekten – und so beugen Sie einem Befall wirksam vor.

Kaum steht das Obst ein paar Tage in der Küche oder das Fenster bleibt am Abend offen, sind sie da: ewig summende Stubenfliegen, die einem den letzten Nerv rauben, und winzige Fruchtfliegen, die den Obstteller mit einer Mischung aus Büfett und Geburtshaus verwechseln.

Besonders in den warmen Monaten können sich die Plagegeister schnell vermehren. Mit einfachen Hausmitteln, gründlicher Hygiene und ein paar vorbeugenden Maßnahmen lässt sich das Problem aber meist gut in den Griff bekommen.

Stubenfliegen: Diese Mittel helfen

Stubenfliegen werden von Essensresten, offenen Getränken, Tierfutter und Abfällen angelockt. Wer sie loswerden will, sollte deshalb zuerst die Nahrungsquellen beseitigen.

Die klassische Fliegenklatsche wirkt schnell und kommt ohne Chemie aus. Elektrische Fliegenfänger oder UV-Lampen können ebenfalls helfen. In Haushalten mit kleinen Kindern und Haustieren sollten Geräte und Kabel allerdings sicher aufgestellt werden.

Durchsichtige Klebestreifen am Fenster fangen Fliegen dort ab, wo sie häufig nach draußen wollen. Sie sind mehrheitlich geruchlos und verzichten auf Insektenspray. Allerdings sollten sie so angebracht werden, dass Kinder und Haustiere sie nicht erreichen.

Stubenfliegen mit Luftzug vertreiben

Stubenfliegen mögen keine starke Luftbewegung. Ein Ventilator am Esstisch oder in der Küche kann deshalb helfen, die Tiere fernzuhalten. Und regelmäßiges Stoßlüften sorgt dafür, dass Gerüche schneller aus der Wohnung verschwinden, die von den kleinen Biestern als anziehend empfunden werden.

Insektenspray? Nur gezielt verwenden – wenn überhaupt

Chemische Sprays können Fliegen schnell bekämpfen, sollten aber sparsam und genau nach Herstellerangabe eingesetzt werden. Lebensmittel, Geschirr, Spielzeug und Tiernäpfe müssen vorher weggeräumt werden. Anschließend sollte der Raum gründlich gelüftet werden. Da das schon vergleichsweise viel Aufwand bedeutet, bleibt das Spray vielleicht besser direkt im Schrank oder Supermarktregal. Die Umwelt dankt!

Fruchtfliegen: So wird man die kleinen Plagegeister los

Fruchtfliegen, auch Essigfliegen genannt, werden von gärendem Obst, Säften, Wein, Biomüll und feuchten Lebensmittelresten angezogen. Sie vermehren sich geradezu explosionsartig und legen ihre Eier bevorzugt in überreifem Obst oder organischen Abfällen ab.

Die klassische Essigfalle: Günstig und einfach hergestellt

Eine einfache Falle lässt sich selbst herstellen: Etwas Apfelessig oder Fruchtsaft in ein Glas geben, einen Tropfen Spülmittel hinzufügen und das Glas in der Nähe des Befalls aufstellen. Der süß-säuerliche Geruch lockt die Tiere an. Das Spülmittel verringert die Oberflächenspannung, sodass die Fliegen in der Flüssigkeit untergehen, sobald sie gelandet sind.

Wer die Tiere lebend fangen möchte, kann auf das Spülmittel verzichten und einen Papiertrichter in das Glas setzen. Die Fliegen gelangen hinein, finden aber nur schwer wieder hinaus.

Fruchtfliegen bekämpfen: Abflüsse gründlich reinigen

Fruchtfliegen und ähnliche kleine Fliegen können sich auch in feuchten Ablagerungen im Abfluss vermehren. Deshalb Küchenabfluss, Überlauf und Siphon regelmäßig mit heißem Wasser und einer Bürste reinigen. Aggressive Reiniger sollten nicht miteinander gemischt werden.

Befallene Lebensmittel entsorgen

Überreifes oder beschädigtes Obst gehört sofort in einen geschlossenen Müllbehälter oder nach draußen. Auch leere Saft-, Bier- und Weinflaschen sollten ausgespült werden. Danach sollten Arbeitsflächen, Obstschalen und Mülleimer gründlich gereinigt werden.

So beugen Sie Fliegen in der Wohnung vor

Am wirksamsten ist es, den Insekten Nahrung und Brutplätze zu entziehen.

  • Obst möglichst im Kühlschrank oder unter einer engmaschigen Abdeckung lagern.

  • Biomüll häufig leeren und den Behälter regelmäßig auswaschen.

  • Essensreste und verschüttete Getränke sofort entfernen.

  • Tierfutter nicht stundenlang offenstehen lassen.

  • Pfandflaschen und Getränkedosen vor der Lagerung ausspülen.

  • Mülleimer möglichst mit einem dicht schließenden Deckel versehen.

  • Fliegengitter an Fenstern und Balkontüren anbringen.

  • Krümel und Lebensmittelreste auch unter Küchengeräten beseitigen.

  • Kompost, Katzenklo und Tierkäfige regelmäßig reinigen.

Vorsicht bei vermeintlichen Hausmitteln

Ätherische Öle, Kräuter oder Duftkerzen werden häufig als natürliche Fliegenabwehr empfohlen. Ihre Wirkung ist jedoch meist begrenzt und hält nicht lange an. Zudem können einige ätherische Öle für Katzen, Hunde oder Kleinkinder problematisch sein. Sie sollten deshalb nicht unbedacht eingesetzt werden.

Wann professionelle Hilfe sinnvoll ist

Einzelne Fliegen sind im Sommer normal. Treten jedoch über längere Zeit ungewöhnlich viele Tiere auf, obwohl Lebensmittel und Abfälle entfernt wurden, kann sich irgendwo eine versteckte Brutquelle befinden.

Möglich sind verdorbene Lebensmittel hinter Schränken, verschmutzte Abflüsse oder in seltenen Fällen ein totes Tier in einem Schacht oder Hohlraum. Dann kann ein Schädlingsbekämpfer helfen, die Ursache zu finden – und zu beheben.

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