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Saure Gurken selbst einlegen ist kinderleicht – so geht’s!

Drei Einmachgläser mit eingelegtem Gemüse und Gewürzen nebeneinander auf einer Arbeitsfläche.
Gurken lassen sich in unzähligen Varianten selbst einlegen – ganz nach persönlicher Vorliebe.

Gurken haben im Juli und August Hochsaison. Wer etwas von seiner Ernte in Herbst und Winter retten will, kann das Gemüse einlegen. Mit diesen Tipps geht das ganz einfach.

Der Hochsommer ist Saure-Gurken-Zeit. Und während man nicht nur in deutschen Redaktionen damit etwas Negatives verbindet, da wegen Urlaubs- und Ferienzeit wenig los ist, freue ich mich darauf.

Es kann nämlich fast jeden Tag geerntet und verwertet werden. Und weil man bei Gurken meist eine gute Ernte erzielt, wenn man sie nur genug wässert und düngt, muss natürlich auch etwas davon für später aufgehoben werden.

Gurken selbst einlegen: Gläser müssen steril sein

Natürlich könnte ich auch Snackgurken einlegen. Aber wenn es schon extra Einlegegurken-Saat und -Pflanzen gibt, warum nicht gleich diese verwenden? Das Einlegen hat den Vorteil, dass man ganz nach persönlichem Gusto würzen kann. Und das Beste: Es ist ganz einfach.

Es braucht nur etwas Vorbereitung, und schon kann es losgehen. Gewürze besorgen, Einmachgläser oder Gläser von Sauerkonserven, etwas Essig – fertig! Wichtig ist nur, auf die Hygiene zu achten, damit später nicht das böse Erwachen kommt.

Das heißt, dass die Gurken gut abgewaschen und die Gläser sterilisiert werden müssen. Für Letzteres ist es ideal, sie in einem großen Topf Wasser auszukochen. Das ist die sicherste Variante, auch wenn es ausreichen soll, sie mit kochendem Wasser zu füllen.

Grüne Gurken liegen auf einem karierten Tuch zu einem kleinen Haufen gestapelt.
Die ersten Einlegegurken der Saison: Wer keine eigenen hat, findet sie jetzt überall auf den Märkten – und teilweise auch im Supermarkt.

Wer eine größere Menge Gläser sterilisieren muss, kann das auch im Backofen machen. Dazu werden die Gläser erst gründlich gewaschen und dann für zehn bis 15 Minuten bei 120 bis 140 Grad in den Ofen gestellt.

Gurken selbst einlegen: Das sind die Zutaten

1kg Einlegegurken oder Snackgurken

1 Zwiebel

2–3 Knoblauchzehen

1 Bund Dill

500ml Essig

500ml Wasser

2 EL Salz

4 EL Zucker

1 TL Senfkörner

1/2 TL schwarze Pfefferkörner

1 Nelke

2–3 Pimentkörner

6–8 Wacholderbeeren

2 Lorbeerblätter

So geht’s:

Gurken von Blüten und Stielansätzen befreien und in einer Schale Salzwasser gründlich reinigen.

Zwiebeln in Ringe oder Achtel schneiden, Knoblauch schälen und halbieren.

Wasser, Essig, Salz, Zucker und Gewürze in einem Topf aufkochen und fünf Minuten köcheln lassen.

Währenddessen Gurken, Zwiebeln, Knoblauch und Dill ins Einmachglas geben.

Nun den Sud einfüllen. Dabei idealerweise auf einen Messbecher zurückgreifen. Das verringert die Gefahr, dass von dem heißen Sud etwas danebengeht.

Das Glas jetzt fest verschließen und auf den Kopf stellen. Langsam abkühlen lassen.

Die eingelegten Gurken drei bis vier Wochen an einem kühlen, dunklen Ort durchziehen lassen. Das ist der schwierigste Teil des Ganzen, denn er verlangt eiserne Disziplin.

Wer es etwas schärfer mag, verwendet zum Einlegen noch Peperoni oder Chiliflocken. Lieber süß? Dann einfach den Zuckergehalt erhöhen und das Verhältnis Wasser-Essig auf 600 ml–400 ml ändern.

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