Rezepte & Kochen

Couscous-Salat: Allrounder für Picknick, Grillparty oder Büro

Couscous-Salat auf Metallteller vor rustikalem Holzhintergrund.
Couscous-Salat passt ideal zu Grillgerichten, macht aber auch solo eine gute Figur auf dem Teller.

Couscous wird traditionell eigentlich warm gegessen. Doch auch kalt als Salat ist der nordafrikanische Sattmacher ideal geeignet. Am besten mit Tomaten, Frühlingszwiebeln und Gurke. Und mit übertrieben vielen Kräutern!

In den Maghreb-Staaten, Marokko, Algerien und Tunesien ist Couscous das Grundnahrungsmittel schlechthin. Die kleinen Perlen aus Hartweizengrieß sind warm entweder Sättigungsbeilage oder Grundlage zahlreicher Gerichte.

Gern isst man Couscous dort zum Beispiel mit geschmortem Lamm und Gemüse, aber auch mit Hähnchen, zu Merguez-Würsten oder als Füllung, zum Beispiel von Paprikaschoten. Nicht zuletzt kann man ihn auch süß servieren – oder eben als Salat.

Couscous als versöhnliche Entdeckung einer an sich verkorksten Reise

1995 lernte ich zum ersten Mal Couscous kennen. Beim Schüleraustausch nach Frankreich, um genau zu sein. Zwar war die Kombination aus Schülern aus einem niedersächsischen Dorf und einer Pariser „Banlieue“, also einem Vorstadtproblemviertel der französischen Hauptstadt, nicht wirklich optimal.

Das Erlebnis eines Couscous-Essens bei der Familie eines aus Nordafrika stammenden Austauschschülers jedoch allemal. Allein die als Vorspeise gereichten „Brik“, frittierte, mit Ei gefüllte Teigtaschen, hätten schon gereicht, doch der Couscous nebst viel Gemüse, Huhn und Merguez hatte es mir angetan.

Couscous-Salat: Schnell gemacht, gut vorzubereiten, intensiv im Geschmack

Allerdings ist so eine Couscous-Tafel ziemlich viel Arbeit und dauert auch wegen des Schmorens recht lange, weshalb ich sie nur selten zubereite. Deutlich öfter kommt da schon ein schnell gemachter Couscous-Salat auf den Tisch.

Denn Couscous muss, wenn man die richtige Sorte nimmt, nur kurz mit kochendem Wasser übergossen und dann gewürzt werden. Kurz ziehen lassen und in der Zwischenzeit Gemüse sowie Kräuter schneiden: fertig! Und wunderbar variieren lässt sich Couscous-Salat ohnehin. Lesen Sie hier das Grundrezept – und Tipps, wie Sie Ihren Couscous-Salat nach Belieben verändern können.

Couscous-Salat: Zutaten für 8 Personen

  • 600 g Couscous

  • 600 ml Gemüsebrühe

  • 8 EL Olivenöl

  • 8 mittelgroße Tomaten (oder eine Schale Kirschtomaten)

  • 2 Gurken

  • 8 Frühlingszwiebeln

  • 1–2 Bund glatte Petersilie

  • 4 TL Ras el-Hanout

  • 2 Zitronen (Saft davon)

  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken


Zubereitung

Nichts nervt so sehr, wie am Tag einer Feier die ganze Zeit in der Küche stehen zu müssen. Couscous-Salat lässt sich zum Glück weitgehend am Vorabend zubereiten. Das kommt ihm sogar zugute, denn dann können die Aromen noch gut durchziehen.

Den Couscous nach Packungsangabe mit Brühe und Ras el-Hanout quellen und dann komplett abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Gurke und Frühlingszwiebeln schneiden und die Petersilie hacken. Alles direkt unter den abgekühlten Couscous mischen.

Die 8 EL Olivenöl, Salz und Pfeffer untermischen. Den Zitronensaft noch weglassen, da die Säure dem Couscous über Nacht die Frische nimmt.

Die Couscous-Gemüse-Mischung abgedeckt in den Kühlschrank stellen. Sie zieht über Nacht perfekt durch.

Tomaten verlieren im Kühlschrank hingegen ihr Aroma und werden mehlig. Wer Zeit hat, schneidet und gibt sie mit dem Zitronensaft erst am Verzehrtag in den Salat.

Vorbereiten lassen sie sich aber auch schon am Vorabend. Hierfür die Tomaten in Würfel schneiden und diese in eine separate, luftdichte Box füllen. Sie kann bei Raumtemperatur gelagert werden. So bleibt das Aroma komplett erhalten.

Variationen

Ich bevorzuge die Variante mit würziger, glatter Petersilie. Wer es etwas frischer mag, ersetzt diese durch die gleiche Menge Minze.

Nussiger wird der Salat, wenn man statt Couscous Bulgur nimmt und diesen nach Packungsanleitung quellen lässt. Wer einen gewissen Biss möchte, sollte Kichererbsen hinzugeben.

Würziger wird der Couscous-Salat durch die sparsame Zugabe von Knoblauch oder auch etwas Harissa-Paste. Letztere ist allerdings sehr scharf. Vorsicht also beim Dosieren. Tasten Sie sich da lieber vorsichtig heran! Auch die Verwendung von etwas mehr Ras el-Hanout verstärkt den würzigen Geschmack.

Knackig wird der Couscous-Salat hingegen durch Zugabe von roter Paprika oder Granatapfelkernen, Süße erhält er durch Rosinen.

Sie haben Zeit? Dann geben Sie gegrilltes Gemüse (etwa Paprika und Zucchini) in den Salat. Das gibt ihm eine rauchige Note.

Dazu passt: Kebab, Merguez, Fladenbrot, Harissa, Hummus

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